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00:29 31.05.2018
Unser Unternehmen ist stetig gewachsen: Martina Städtler-Schumann, Geschäftsführerin der Prof. Schumann GmbH. Quelle: Christina Hinzmann / GT
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Göttingen

„Unsere Software prüft Kunden auf Langfristigkeit und Bonität“, erklärt Geschäftsführerin und Unternehmensgründerin Dr. Martina Städtler-Schumann. Drei Bereiche bedient die Firma dabei. Zum einen den Handel, der beispielsweise prüfen müsse, ob die Kunden zahlen können. Für Industrie und Großhandel gehe es eher um Sperr- und Terrorlisten, die für jede Lieferung geprüft werden müssen. So etwas mache die Software dann automatisch, so Städtler-Schumann. Im Bereich der Finanzdienstleister gehe es vor allem um „KYC, Know your customer“ und die Fragen, wo kommt das Geld her, wo geht es hin.

„Wir sind in den 21 Jahren stetig gewachsen und haben immer in den gleichen Strukturen gearbeitet“, erzählt Städtler-Schumann. Seit Januar aber habe sie diese Strukturen verändert. Auch um näher am Kunden zu sein, habe sie drei eigenverantwortliche Bereiche aufgebaut. „Wir bedienen unsere Kunden schon lange, wollen unser Know how jetzt aber anders bündeln“, so die Geschäftsführerin. Die Firma übernimmt für die Kunden sämtliche Phasen eines Projektes, von der Idee über die Konzeption bis zur Realisierung, Wartung, Weiterentwicklung der Softwarelösungen.

Immer mehr Frauen unter den Entwicklern

130 Mitarbeiter hat die Prof. Schumann GmbH momentan, allein 24 Stellen wurden 2017 neu geschaffen. Fünf bis sieben sollen in diesem Jahr noch dazukommen. Rund 50 der Mitarbeiter sind Entwickler, die Mathematik, Physik oder Informatik oder Wirtschaftsinformatik studiert haben. Es seien inzwischen auch immer mehr Frauen unter den Entwicklern. Ebenfalls rund 50 Consultants hat die Firma, die Vertrieb und Verkauf managen. Neben studentischen Hilfskräften sind 15 Auszubildende beschäftigt. Sie werden Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung und meist übernommen. „Sie können dann einfach alles“, zeigt sich Städtler-Schumann begeistert. Sie seien nach ihrer Ausbildung in der Lage, alle Phasen eines Projektes zu begleiten.

Und nach oben sind auch diesen jungen Mitarbeitern keine Grenzen gesetzt. Eine starre Hierarchie wolle sie in ihrem Unternehmen nicht, so Städtler-Schumann. Jeder können hier entscheiden, wie und wo er arbeiten wolle, wie hoch steigen, wie nah am Kunden sein. „Es gibt Entwickler, die wollen eben nicht so gern mit Kunden sprechen“, erklärt sie. Das übernehmen dann andere. „Am Schluss muss die Arbeit weg sein“ ist ihr Motto.

Personalkultur und Verwöhnprogramm

Senior Entwickler bekomme man im Moment schwer. Das seien sehr gefragte Arbeitskräfte, da helfe dann auch die Personalkultur und ein Verwöhnprogramm für Mitarbeiter (mit Yogakurs und Stilberatung) nicht mehr. Deswegen sei ihr die Ausbildung im Unternehmen auch so wichtig, so Städtler-Schumann.

Das Kerngeschäft des Unternehmens, dessen Gesellschafter Städtler-Schumann und ihr Mann, der Göttinger Professor für Wirtschaftsinformatik, Matthias Schumann sind, sei in Deutschland. Die Kunden haben meist ihren Geschäftssitz in Deutschland, handeln aber weltweit.

Lösungen aus der Cloud

Neuestes Projekt des Unternehmens ist Creditfy.net. Hier werden Software-Lösungen on demand, sozusagen aus der Cloud angeboten. Kunden können hier beispielsweise eine stark standardisierte Lösung mieten oder Module buchen. „Das läuft gut an“, so Städtler-Schumann.

10 bis 15 Prozent Umsatzwachstum im Jahr hat die Firma in der Regel, damit rechnet Städtler-Schumann auch für 2018. Mit ihrem Standort in der Weender Landstraße, wo sie 1400 Quadratmeter gemietet hat, ist Städtler-Schumann zufrieden: „sehr stadt- und uninah“.

Das Unternehmen soll weiter organisch wachsen. Städtler-Schumanns Leitsätze dafür: keine zu großen Kunden, alles eigenfinanziert und unabhängig bleiben.

Von Christiane Böhm

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