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Handwerk mit vollen Auftragsbüchern

Der Bauboom hält 2017 an Handwerk mit vollen Auftragsbüchern

„Das Handwerk schaut positiv in das Jahr 2017“, sagt Kreishandwerksmeister Christian Frölich. Trotz guter Konjunktur verbessere sich die Ertragslage der Unternehmen aber nicht in gleichem Maße. Gründe sind der Mangel an Fachkräften sowie die Digitalisierung des Handwerks.         

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Quelle: Patrick Pleul

Göttingen. Es gibt aktuell für die Wirtschaft nicht wenig Unwägbarkeiten.  Doch die hiesige Baubranche zeigt sich von weltweiten Krisenherden und den gefahren des Brexit unbeeindruckt. Aktuelle Umfragen bei niedersächsischen Handwerksbetrieben zeigen zum Jahreswechsel sogar volle Auftragsbücher. Zurzeit bewerten 92 Prozent der niedersächsischen Handwerksbetriebe ihre Lage mit „gut“ oder „befriedigend“. „Das ist die beste wirtschaftliche Lage, die es seit Beginn der landesweiten Konjunkturberichterstattung, also seit über 20 Jahren, gegeben hat“, schwärmt Michael Koch, Hauptgeschäftsführer der Landesvertretung der Handwerkskammern Niedersachsen (LHN).

„Wir rechnen für das Handwerk mit einem weiteren Wachstum“, bestätigt auch Kreishandwerksmeister Christian Fröhlich. Die große Nachfrage im Wohnungsbau halte unvermindert an „Für 2017 rechnen wir bundesweit mit der Fertigstellung von insgesamt gut 300 000 Wohnungen“, so Frölich. Auch die Nachfrage im Wirtschaftsbau zeigt sich entgegen der Erwartungen stabil. Der anhaltend hohe Auftragszugang zeichnet für den Wirtschaftsbau für 2017 ein optimistisches Bild.Eine deutlich höhere Investitionsbereitschaft als im Vorjahr zeigte 2016 auch die öffentliche Hand.

Derartig gefüllte Auftragsbücher gab es die letzten 16 Jahre nicht. Im Hochbau haben Länder und Kommunen im ersten Halbjahr 2016 mehr in Kitas, Schulen und die Unterbringung von Flüchtlingen investiert. Die gute Auftragslage sowie deutlich erhöhte Investitionen von Bund, Ländern und Kommunen lassen insgesamt ein weiteres Umsatzwachstum in 2017 um 3,5 Prozent erwarten

Doch gibt es in 2017 auch  einige noch ungelöste Probleme für das Baugewerbe. „Die Nachfrage wird durch fehlende Grundstücke gebremst“, sagt Frölich. Zudem erwarte die Baubranche aufgrund des Wettbewerbs um Fachkräfte nur einen geringen Beschäftigungszuwachs in 2017 von 1 Prozent. „Das führt dazu, dass die Ertragslage der Betriebe hinter dem Wachstums zurück bleibt“, meint Frölich.

Hinzu komme die Belastung durch die Digitalisierung. „Unbestritten ist, dass die Digitalisierung Möglichkeiten der Optimierung betrieblicher Abläufe, der Wertschöpfungs- und Marktprozesse und der Fortentwicklung der eigenen Geschäftsmodelle bietet“, führt Frölich aus. Doch sie verursache auch Kosten. Eine der wichtigsten Aufgaben der kommenden Jahre werde daher die Unterstützung der Handwerksbetriebe bei der fortschreitenden Digitalisierung sein. „Hier gilt es, die Chancen und Risiken in den Blick zu nehmen und konkrete Lösungsvorschläge zu machen.

Otto Bock plant mit Wachstum

„Die Welt ist geprägt von politischen und wirtschaftlichen Krisen, die auch 2017 stark beeinflussen werden, die Bedrohung durch Terroristen eingeschlossen“, sagt der Vorsitzender der Geschäftsführung der Otto Bock Holding sowie der Otto Bock Health Care GmbH, Hans Georg Näder. Doch die Zukunftsaussichten für Otto Bock seien positiv. Deshalb heiße es, die Ziele im Focus zu behalten. „Für die Otto Bock Gruppe bedeutet das ein knapp zweistelliges profitables Wachstum“, so Näder. 2017 soll zudem der Standort Duderstadt ausgebaut werden.

Von Bernard Marks

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