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Hoffen auf eine Strategieänderung

Gefährdete Arbeitsplätze Hoffen auf eine Strategieänderung

Bei der ABB Automation Products GmbH in Göttingen sind etwa 100 Stellen in der Produktion in Göttingen in Gefahr. Gemeinsam wollen die SPD-Granden Thomas Oppermann, Bernhard Reuter, Rolf-Georg Köhler und Gerd Hujahn den Stellenabbau verhindern.

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Die südniedersächsischen SPD-Granden zu Gast beim Betriebsrat von ABB in Göttingen.

Quelle: Frank Beckenbach

Göttingen. Die Durchflussmessgeräte, besonders für den Erdöl und Gasmarkt, sind derzeit weltweit nicht mehr stark gefragt. Dies hat Auswirkungen auf den Standort von ABB Automation Products GmbH in Göttingen. Nun sind etwa 100 Stellen in der Produktion in Göttingen in Gefahr. Gemeinsam wollen die südniedersächsischen SPD-Granden Thomas Oppermann, Bernhard Reuter, Rolf-Georg Köhler und Gerd Hujahn den Stellenabbau verhindern.

Die Konzernleitung des weltweit operierenden Unternehmens ABB (Asec Brown Boveri) mit etwa 130000 Mitarbeitern hat die Produktion von Durchflussmessgeräten der ABB Automation Products GmbH in Göttingen aus wirtschaftlichen Gründen zur Disposition gestellt. Rückläufige Einnahmen im Marksegment im Bereich Öl und Gas werden hierfür verantwortlich gemacht.

„Wir haben uns nun zum zweiten Mal mit dem Betriebsrat getroffen und wollen für den Erhalt der Arbeitsplätze kämpfen“, sagte der Bundestagsabgeordnete Thomas Oppermann beim Besuch den Firmenräumen in der Dransfelder Straße 2, inklusive einer Betriebsführung und einem Blick in die gefährdete Produktion von Durchflussmessgeräten. Oppermann betont die offenen und konstruktiven Gespräche mit der Standortleitung und dem Betriebsrat. „Wir hoffen auf eine Änderung der Strategie des Konzerns.“ Die hohe Qualität der Arbeit und die sehr gute Ausbildung der Mitarbeiter sei ein sehr starkes Argument für Göttingen.

Göttingens Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler betonte das besonders positive Umfeld, von der Verkehrsanbindung bis zum Measure Valley, und sieht in der Einigkeit von Leitung und Betriebsrat, dass das Unternehmen noch wirtschaftlicher werden müsse, ein durchaus positives Signal.

„Die Human Resources sollten für den Konzern von essenzieller Bedeutung sein“, sagte Landrat Reuter und „der Konzern müsse sich auch seiner sozialen Verantwortung bewusst sein“, ergänzte der Landtagsabgeordnete Gerd Hujahn.

Die Politik ziehe an einem Strang, betonte Oppermann und es sei entscheidend, dass nun schnell wieder schwarze Zahlen geschrieben würden. „Und die Erdölindustrie könnte ja wieder Fahrt aufnehmen – und wir wollen für den Betriebsrat der ABB für politische Rückendeckung sorgen.“

Dafür haben sich der ABB Betriebsratsvorsitzende Thomas Ahrens und seine Kollegen Unterstützung geholt. Ein Unternehmensberater aus Dresden hat ein Konzept für den Erhalt der Produktion der Durchflussmessgeräte in Göttingen aufgestellt, das auch schon mit der Betriebsleitung diskutiert wird. „Die Unterstützung aus der Politik freut uns und hilft uns sehr.“, sagt Ahrens.

Im Jahr 2018 wird aber in jedem Fall eine Entscheidung zum Standort Göttingen und damit über den Verbleib der Produktion in Südniedersachsen gefällt werden, darüber sind sich alle Beteiligten einig.

Von Frank Beckenbach

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