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Hogrefe-Verlag und Private Hochschule Göttingen

Strategische Partnerschaft Hogrefe-Verlag und Private Hochschule Göttingen

Studenten kaufen immer seltener Fachbücher. Wissenschaftler publizieren zunehmend elektronisch. Um sich neue Einnahmequellen zu erschließen, geht der Göttinger Hogrefe-Verlag jetzt neue Wege. Er hat mit der Privaten Fachhochschule Göttingen (PFH) eine strategische Partnerschaft geschlossen.

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Wollen künftig enger zusammen arbeiten: Jürgen Hogrefe und Bernt Sierke (rechts).

Quelle: Mischke

Göttingen. „Die Hochschule erhält den Zugriff auf sämtliche Hogrefe-Texte, auf psychologische Lehrbücher, Nachschlagwerke und die Forschungsliteratur“, berichtet Verlagschef Jürgen Hogrefe.

Zum Hintergrund: Die PFH will im Wintersemester 2013/14 fünf neue Fernstudiengänge im Bereich Psychologie und Wirtschaftspsychologie einführen. „Zur Erstellung der Lehrmaterialien benötigen wir Inhalte“, erläutert Hochschulpräsident Bernt Sierke. Auch bauten sie eine elektronische Bibliothek auf. Da sei Hogrefe ein wichtiger Partner. Selbstverständlich nutzten sie auch andere Literatur. Am Ende zeichneten die hauptberuflichen Professoren für die Lehre verantwortlich. Deren Stellen würden noch in diesem Jahr ausgeschrieben.

„Das Fach hat sich stark gewandelt“

Die PFH reagiert mit dem neuen Angebot auf die große Nachfrage nach Studienplätzen im Bereich der Psychologie. „Das Fach hat sich stark gewandelt“, weiß Hogrefe. Nach dem Krieg sei es noch sehr theoretisch und wenig anwendungsbezogen gewesen. Dann habe sich die Disziplin den empirischen Naturwissenschaften geöffnet. Heute sei das Fach etwa im Bereich der Auswahl und Entwicklung von Personal nicht mehr wegzudenken. Das habe auch damit zu tun, dass in der Arbeitswelt das Wissen von Mitarbeitern im Vergleich zu deren Leistungsvermögen, der Flexibilität und der Motivation an Bedeutung verliere.

Laut Hogrefe gibt es viele offene Stellen für Psychologen. Entsprechend groß sei das Interesse an Studienplätzen. Bis zum Jahr 2007 habe es immer rund 30 000 Psychologiestudenten gegeben. Dann habe die Fernuniversität Hagen erstmals Studienplätze angeboten und die Zahl sei schlagartig um 13 000 Studenten gestiegen. Allerdings liege dort die Abbrecherquote bei 90 Prozent. „Bei unseren Fernstudiengängen etwa in Betriebswirtschaftslehre, die wir seit 2005 anbieten, liegt die Quote dagegen bei zehn Prozent“, sagt Sierke. Mehr sollten es auch in der Psychologie nicht werden. Noch seien die fünf neuen PFH-Studiengänge allerdings nicht akkreditiert. Die Entscheidung des Ministeriums falle voraussichtlich im März oder April 2013. Sierke zeigt sich zuversichtlich.

Von Michael Caspar

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Bildungsmesse Didacta

„Die Schülerzahlen gehen zwar zurück, aber das Interesse am Fach Latein wächst. Das ist natürlich gut für uns”, sagt Birthe Schulz-Kullig von bei Vandenhoeck & Ruprecht. Der Göttinger Verlag gibt Schulbücher für Latein und evangelische Religion heraus. Auf der Didacta in Hannover wird erstmals der Comic „Caesar: Der gallische Krieg“ auf Latein präsentiert – auf der linken Seite mit Bildern und Sprechblasen, rechts der Text im Überblick ohne Bilder.

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