Volltextsuche über das Angebot:

2 ° / 0 ° Schneeregen

Navigation:
IG Metall mobilisiert gegen Rente mit 67 Jahren

Podiumsdiskussion Northeimer Stadthalle IG Metall mobilisiert gegen Rente mit 67 Jahren

Das jüngste Sparpaket der Regierung und die Rente mit 67 Jahren, immer mehr Leiharbeiter in den Betrieben und die geplanten Kürzungen bei Hartz-IV-Empfängern: Aus Sicht der Industriegewerkschaft Metall fährt die Politik derzeit mit „beängstigender Geschwindigkeiten in die falsche Richtung“, schimpft Manfred Zaffke, zweiter Bevollmächtigter der IG Metall Süd-Niedersachsen-Harz. 450 Gewerkschafter in der Northeimer Stadthalle applaudieren.

Voriger Artikel
IG-Metall lehnt längere Arbeitszeiten ab
Nächster Artikel
Continental: Investitionen sollen Reifengeschäft festigen

Gewerkschafter unter sich: Moderator Jürgen Zurheide (l.) mit Hans-Jürgen Urban, Sigmar Gabriel (SPD) und Klaus Ernst (Linke).

Quelle: SPF

Die IG Metall richtet zum Auftakt ihres Aktionsherbstes „Kurswechsel“ eine Prodiumsdiskussion aus. Doch die, an die sich die Botschaft richtet, sind nicht erschienen. Die Stühle für CDU und FDP bleiben leer. Als „ungehörig“ bezeichnet das Moderator Jürgen Zurheide. So sind auf dem Podium die Gewerkschafter unter sich. Der Vorsitzende der grünen Bundestagsfraktion, Jürgen Trittin (Verdi), prangert die „Klientelpolitik“ der schwarz-gelben Koalition an. Sie mache den Energiekonzernen „Milliardengeschenke“ und die Pharmalobby dürfe „ihre Gesetze selbst schreiben“. Dann verlässt er die Bühne. Er fühlt sich nicht gut.

Zurückbleiben drei IG Metaller: das geschäftsführende Vorstandsmitglied der Gewerkschaft, Hans-Jürgen Urban, der SPD-Parteivorsitzende Sigmar Gabriel und der Vorsitzende der Linkspartei, Klaus Ernst. Wer Angst hat, dass es nun langweilig würde, wird schnell eines besseren belehrt. Gabriel greift den „Klaus“, Metaller duzen sich, massiv an. Er wirft ihm „Volksverdummung“ vor. Der SPD-Vorsitzende räumt Fehler ein, bekennt sich aber zur bisherigen Politik seiner Partei. Die Hartz-Gesetze seien aufgrund des Missbrauchs durch schwarzarbeitende Sozialhilfeempfänger „notwendig“ gewesen. Die SPD hätte die Einstellung von Leiharbeitern erleichtert. Nun wolle sie mit Mindestlöhnen nachbessern.

An der Rente mit 67 Jahren gehe aus demographischen Gründen kein Weg vorbei. Es müsse aber sichergestellt werden, dass die Menschen mit 65 Jahren auch noch Arbeit fänden. „Derzeit arbeiten nur zehn Prozent der 64-Jährigen“, bilanziert Urban. Und davon sei die Hälfte „prekär beschäftigt“. Die Angst vor Hartz IV bringe Arbeiter dazu, „unwürdige Bedingungen“ zu akzeptieren. Der Gewerkschafter mahnt SPD und Linke mit dem Streiten aufzuhören. Sonst lache Schwarz-Gelb.

Von Michael Caspar

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Northeim

Der Fraktionsvorsitzende der Grünen, Jürgen Trittin, hat während einer Podiumsdiskussion in Northeim einen Schwächeanfall erlitten.

  • Kommentare
mehr
DAX
Chart
DAX 13.141,50 -0,09%
TecDAX 2.512,00 -0,11%
EUR/USD 1,1791 +0,18%

Quelle: Sponsor Deutsche Bank / Realtime Indikation

Aktien Tops & Flops

SIEMENS 117,30 +1,75%
THYSSENKRUPP 23,16 +1,66%
MERCK 89,76 +1,08%
E.ON 9,65 -1,72%
DT. TELEKOM 15,36 -1,07%
SAP 94,78 -0,77%

Wertpapiersuche

Wechselkurse interaktiv

Weltkarte

Fonds Top Performer 3 Jahre

Fondsname FA Perf. 3J.
Structured Solutio AF 259,48%
Commodity Capital AF 215,59%
BlackRock Global F AF 95,85%
SQUAD CAPITAL EURO AF 92,87%
FPM Funds Stockpic AF 92,74%

mehr

Wirtschaft Rubriken
Rubriken Wirtschaft Göttingen und die Welt
Sommerfest der Südniedersächsischen Wirtschaft