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IG Metall und 1000 Beschäftigte protestieren in Göttingen

5,5 Prozent mehr Lohn IG Metall und 1000 Beschäftigte protestieren in Göttingen

„Wenn die da nichts hinkriegen, dann ist Schluss.“ Keinen Zweifel lässt Manfred Zaffke daran, dass das Ergebnis der Verhandlungsrunde in München über Urabstimmung und Streik entscheiden wird. Der IG-Metall-Chef des Bezirks Süd-Niedersachsen-Harz und rund 1000 Beschäftigte der hiesigen Metallbetriebe ziehen am Dienstag in drei Sternmärschen zum Bahnhofsvorplatz, um die Verhandlungen in München lautstark zu begleiten.

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Mit Trommeln, Pfeiffen und Transparenten vor dem Bahnhof: 1000 Beschäftigte südniedersächsischer  Metallbetriebe schließen sich den bundesweiten Warnstreiks an.

Quelle: Hinzmann

Göttingen. 5,5 Prozent mehr Lohn fordern Gewerkschaft IG Metall, Betriebsräte und Beschäftigte von Bosch, Mahr, Novelis, Sartorius, John Craine, Zeiss, Demag, Haendler & Natermann, Metall Umform und Täfler. Die Arbeitgeber bieten 2,3 Prozent bei 13 Monaten Laufzeit (Stand bei Redaktionsschluss).

„Das haben wir sofort abgelehnt“, berichtet Zaffke, „das ist nicht verhandlungsfähig. Andre Sander von Bosch drückt es drastischer aus: „Das Angebot ist eine Frechheit.“ Alle auf dem Platz scheinen streikbereit, trommeln und pfeiffen für mehr Lohn. Im Tarifbezirk sei es schwierig gewesen, sich innerhalb der Gewerkschaft auf 5,5 Prozent zu einigen, berichtet Zaffke dem Tageblatt.

„Bosch kann das zahlen“

Etliche wollten eine Sechs, andere sogar eine Sieben vor dem Komma sehen. „Wenn es geht, noch mehr, mehr ist fair“, ergänzt Rüdiger Weise. Der Betriebsrat ist seit 25 Jahren bei Bosch und weiß: „Bosch kann das zahlen.“

Die Lebenshaltungskosten seien gestiegen, Gas, Strom, Sprit. „Das muss bezahlt werden“, begründet er den ganztägigen, bundesweiten Warnstreik. Und wenn es hart auf hart kommt, dann gehen sie in den  Streik, betonen die Beschäftigten, die sich mit Saft und Eis und bei Sonnenschein vor dem Bahnhof stärken. Burkhard Meyer ist seit 33 Jahren in seinem Betrieb und erklärt zum Streik: „Das habe ich noch nicht erlebt.“

IG Metall und 1000 Beschäftigte protestieren vor dem Bahnhof in Göttingen. ©Hinzmann

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Das Argument, dass 5,5 Prozent für die kleinen Betriebe vielleicht nicht zu stemmen sind, wollen die Streikenden nicht gelten lassen. „Die haben das längst an ihre Kunden weitergegeben“, glaubt Weise.

Die Arbeitgeber wüssten, dass die Stimmung in den Betrieben explosiv ist, ruft Zaffke den Kundgebungsteilnehmern, unter denen auch Jugend- und Ausbildungsvertreter sind, zu.  25 000 Beschäftigte seien in Niedersachsen auf der Straße, an allen VW-Standorten habe es spontane Arbeitsniederlegungen gegeben, obwohl VW einen Haustarif habe.

Im Bezirk hätten sich 5000 Kollegen seit dem 2. Mai an den Warnstreiks beteiligt, zieht Zaffke Bilanz, bundesweit seien es eine halbe Million gewesen. Alle Verhandlungsführer seien jetzt in München, sagt Zaffke. „Heute Abend beginnt die letzte Verhandlungsrunde.“

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