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IHK-Empfang lockt mehr als 600 Gäste in die Stadthalle

Begehrte Veranstaltung IHK-Empfang lockt mehr als 600 Gäste in die Stadthalle

Einmal mehr sehr begehrt war der Jahresempfang der Industrie- und Handelskammer (IHK) Göttingen. Gut 650 Gäste waren am Donnerstagabend der Einladung in die Göttinger Stadthalle gefolgt.

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(v. Li.) Tobias Wolf, Martin Rudolph und Birgit Witter-Wirsam

Quelle: Foto: Pförtner

Göttingen. Im Mittelpunkt stand selbstverständlich die Wirtschaftspolitik. Deutliche Worte fand Niedersachsens IHK-Präsident Christian Hinsch. Dabei blickte er positiv in die Zukunft, warnte allerdings auch vor Gefahren. „Wir können zuversichtlich in das Jahr 2018 gehen. Unsere ganz aktuelle Konjunkturumfrage hat ergeben, dass eine große Mehrheit unserer Mitglieder ihre Geschäftsaussichten weiter sehr positiv einschätzt”, sagte Hinsch. Seit 2010 sei die Wirtschaft um nahezu 15 Prozent gewachsen, und die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Niedersachsen um 18 Prozent gestiegen. “Das ist der höchste Beschäftigungsstand in Niedersachen seit vielen Jahrzehnten”, erklärte der IHK-Präsident.

Doch diese positive Entwicklung sei keine Selbstverständlichkeit. Die Reformen der Agenda 2010 wirkten noch nach, ebenso hätten Unternehmen rechtzeitig Modernisierungsmaßnahmen ergriffen. Doch der Vorsprung beginne zu schmelzen: „Heute versuchen die Franzosen, die Arbeitsmarktreformen nachzumachen, die USA starten einen Steuerwettbewerb, und Deutschland hinkt inzwischen an anderer Stelle, nämlich im Netzausbau und in der Digitalisierung, hinterher. „Ein Zurückdrehen der Agenda 2010 sei deswegen der falsche Weg. Stattdessen müsse die öffentliche Hand dringend in Bildung und Infrastruktur investieren und die Wirtschaft Geld für Digitalisierung und Innovation ausgeben. Hinsch erneuerte zudem seine bereits beim Empfang in Hannover vorgetragene Kritik an einem weiteren gesetzlichen Feiertag in Niedersachsen (Tageblatt berichtete).

Als die größten Risiken für die geschäftliche Entwicklung benannte Hinsch den Fachkräftemangel und die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen. Dabei zitierte er eine Umfrage unter den IHK-Mitgliedern. An selbige hatte er zum Abschluss noch eine positive Info, die allerdings fast schon selbstverständlich sei: “Der Beitragssatz Ihrer IHK Hannover bleibt auch 2018 stabil und ist damit nach wie vor bundesweit der niedrigste aller 79 Industrie- und Handelskammern. Wir sind sozusagen Deutscher Meister.”

Birgitt Witter-Wirsam, Vizepräsidentin der IHK Hannover, hob in ihrer Rede die gelungene Fusion der Landkreise Göttingen und Osterode hervor. Die Wirtschaft sei weiter zusammengewachsen. “Wir wissen mehr voneinander und können dadurch auch mehr Verständnis für die jeweiligen lokalen Gegebenheiten innerhalb des größeren Landkreises entwickeln.“ Das spüre die IHK bei der Arbeit in den Ausschüssen, in den diversen Netzwerken der Region und in den vielen persönlichen Gesprächen. „Vielen Dank an Sie alle für Ihre Gesprächsbereitschaft. Sie machen es Herrn Hoff und mir, Herrn Dr. Rudolph und dem Team in der Geschäftsstelle vor Ort leicht, unseren Job zu machen.”

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Industrie- und Handelskammer begrüßt beim Jahresempfang gut 650 Gäste in der Stadthalle.

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Doch Witter-Wirsam sprach auch Handlungsbedarf schonungslos an. An die Verwaltungsspitzen richtete sie den Appell zum Bürokratieabbau. Die Zusammenarbeit der Landkreise Göttingen und Northeim müsse weiter ausgebaut werden. Politik und Verwaltung in Northeim empfahl Witter-Wirsam, stärker “südniedersächsisch zu denken”. Denn Südniedersachsen entwickele sich nicht nur hervorragend, die IHK-Vizepräsidentin sprach von einer „nie dagewesenen Dynamik”. Dazu habe das Südniedersachsen-Programm wesentliche Impulse gegeben. Stolz betonte sie: „Im letzten Jahr hat die Region Südniedersachsen gleich mehrere Stufen auf der Treppe nach oben genommen.“ Als besondere Projekte mit überregionaler Strahlkraft verwies sie auf den Südniedersachsen-Innovationscampus (SNIC), das Forum Wissen sowie das Welcome Centre.

Als Gastredner begeisterte Tobias Wolff, Geschäftsführender Intendant der Internationalen Händel-Festspiele Göttingen, mit dem Thema „Cultural Fiction - wie konsumieren wir Kunst und Kultur in der Zukunft?“ Sein knapp 30-minütiger multimedialer Vortrag bekam teilweise frenetischen Applaus. Sein Fazit: „Wir alle legen heute den Grundstein für die Kultur von morgen – mit unserem Konsum- und Spendenverhalten und mit unseren Investitionen.

Von Mark Bambey

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