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Regional Goslarer entwickeln Feuerschutzvorhang
Nachrichten Wirtschaft Regional Goslarer entwickeln Feuerschutzvorhang
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21:51 27.11.2018
Beschäftigt in der eigenen Firmengruppe 950 Mitarbeiter: Jochen Stöbich. FOTO: R Quelle: r
Goslar

„Mehr als eine Idee!“ – unter diesem Motto steht der Innovationspreis 2018 des Landkreises. Das Tageblatt stellt die Teilnehmer und deren Innovationen vor. Heute: Jochen Stöbichs Feuerschutzvorhang.

Einen Feuerschutzvorhang, der anstelle eines Brandschutztors für eine bestimmte Zeit den Überschlag von Flammen verhindert und Hitze zurückhält, hat die Goslarer Stöbich Brandschutz GmbH entwickelt. „Der Vorteil unseres Fibershields-I gegenüber konventionellen Toren ist der geringere Platzbedarf“, erläutert Unternehmensgründer und Geschäftsführer Stöbich.

„Schiebe- oder Rolltore benötigen neben oder oberhalb der Wandöffnung viel Raum für Gehäuse oder Torfläche“, erläutert der Unternehmer. Damit gehe Platz verloren. Der mit ungefähr einem Zentimeter Dicke deutlich dünnere Vorhang lasse sich dagegen platzsparend aufwickeln und unsichtbar über der Zwischendecke einbauen.

„Der Vorhang besteht aus mehreren Gewebeschichten“, führt Stöbich aus. Einige quellten unter Hitze auf und isolierten so wie ein Tor. Aluminiumbedampfte Schichten würfen einen Großteil der Wärmestrahlung zurück. Glasfasern schmölzen bei einem Brand auf und hinderten Flammen am Durchschlagen.

„Mit textilem Branschutz beschäftigen wir uns seit 20 Jahren“, berichtet der Unternehmer. Gestartet sei er 1980 mit Brandschutzlösungen für Wandöffnungen, durch die Förderbänder liefen. Durch solche Öffnungen könne ein Feuer auf angrenzende Gebäude übergreifen.

„Meine Firmengruppe, ein Verbund von 13 Unternehmen, hat in den vergangenen Jahren mehrere Millionen Euro in Forschung und Entwicklung investiert und elf Weltneuheiten auf den Markt gebracht“, sagt Stöbich. Das Lexikon der deutschen Weltmarktführer liste sein Unternehmen auf. Mit dem Fiebershield-I hätten sie bereits den Brandschutzpreis „Produkt des Jahres 2017“ geholt.

„Ich beschäftige in meiner Firmengruppe 950 Menschen, davon etwa 350 Mitarbeiter in Goslar“, sagt der Unternehmer. Sie exportierten in mehr als 50 Länder. Aufgrund der guten Baukonjunktur seien die Auftragsbücher voll.

Von Michael Caspar

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