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00:17 20.01.2017
Die Göttinger Sartorius AG, hier eine Aufnahme aus der Produktion, investiert stark in den Standort Göttingen. Quelle: Peter Ginter
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Göttingen

„Als Folge des Fachkräftemangels gehen viele Firmeninhaber in die Offensive“, erläutert Christian Oelkers, Leiter der Geschäftskundenberatung bei der Commerzbank Göttingen. Rund 10200 Geschäftskunden werden derzeit von der Commerzbank in Göttingen betreut. Das Geldhaus hatte zwischen Juli und August 2016 bundesweit bei rund 3100 Geschäftskunden, davon 100 aus der Metropolenregion Göttingen, eine Umfrage durchgeführt. Vor allem der Personal - und Fachkräfte macht den Unternehmern große Sorge. „Dem für die meisten Befragten akuten Problem begegnen Firmenchefs in der Region mit gezielten Investitionen“, erklärt Oelkers weiter. Entsprechend hoch seien die Ausgaben im Personalbereich. Auch die Ausgaben für Marketing steigen. Jeder dritte Betrieb will seine die Produktionstechnik auf modernen Stand bringen. 37 Prozent der Befragten Firmen planen Investitionen in den IT-Bereich.

„Doch die wenigsten Firmen in der Region brauchen für Investitionen einen Kredit“, erläutert Oelkers. Nur 38 Prozent aller Göttinger Geschäftskunden der Commerzbank nehmen derzeit überhaupt einen Kredit oder eine Kreditlinie in Anspruch. „Das ist zwar leicht mehr als im Vorjahr, doch wir wünschen wir uns deutlich mehr Mut beim Investieren“, sagt Oelkers.

Positiver Ausblick für das Jahr 2017

„Insgesamt 80 Prozent der Göttinger Gewerbetreibenden, Freiberufler und Handwerker beurteilen die Geschäftsentwicklung als sehr gut oder stabil“, führt Oelkers weiter aus. Ebenfalls 80 Prozent der Befragten Göttinger Firmen 2017 ein positivere Entwicklung als im Vorjahr. Damit sind Göttinger Firmen genauso optimistisch wie der Bundesdurchschnitt der Befragten. Nur jeder fünfte erwartet einen Rückgang der Geschäftstätigkeit. Das spiegelt sich auch in den Auftragsbüchern der Firmen wider. „Bei einem Drittel der Göttinger Betriebe ist die Auftragslage besser als noch vor sechs Monaten“, sagt Oelkers. 46 aller Firmen beurteilen die Auftragslage als stabil.

Neben dem Fachkräftemangel machen die anhaltend niedrigen Zinsen besonders Kleinunternehmen zu schaffen. Allerdings sehen 15 Prozent aller Firmeninhaber aber die private Altersvorsorge in Gefahr Auswirkungen auf die geschäftliche Entwicklung stellt die Mehrheit der Göttinger Betriebe dagegen noch nicht fest.

Das gute alte Stelleninserat lebt

Rund drei Viertel der von der Commerzbank Befragten Unternehmen gaben an, Schwierigkeiten bei der Besetzung offener Stellen zu haben. 46 Prozent der Firmen in der Region rekrutieren ihr Personal über Empfehlungen. Ein Drittel der setzen nach wie vor auf den klassischen Weg der Personalsuche über Stellenanzeigen in Zeitungen. Nur ein Vierte aller Befragten sucht Personal über Jobportale im Internet. Für 37 Prozent der Göttinger Unternehmen ist die Einstellung von Flüchtlingen eine Antwort auf den Fachkräftemange. Dafür sei Deutsche Sprachkenntnisse Voraussetzung.

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