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Regional Jugendhilfe Göttingen schafft im Iduna-Zentrum Räume für Familien
Nachrichten Wirtschaft Regional Jugendhilfe Göttingen schafft im Iduna-Zentrum Räume für Familien
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00:26 14.03.2015
Der Familientreff ist vor allem ein Treffpunkt zum Spielen. Quelle: Hinzmann
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Göttingen

Vom demographischen Wandel ist im 17-stöckigen Iduna-Zentrum nichts zu spüren. Die vielen Kosovo-Roma, die dort leben, heiraten früh. „Dass ein Ehepaar fünf bis sieben Kinder hat, ist nicht ungewöhnlich“, berichtet Christian Hölscher (48) von der Jugendhilfe Göttingen. Weil die Kinder oft Probleme in der Schule haben, richtete der Verein Mitte 2013 im Iduna-Zentrum einen Familientreff ein. Er ist mit zweieinhalb Stellen ausgestattet. Mit dem präventiven Konzept hat sich die Jugendhilfe um den Innovationspreis beworben. 

„Die Eltern sprechen oft wenig Deutsch und sind zum Teil Analphabeten“, beschreibt Hölscher das Problem. In den Drei-Zimmer-Wohnungen haben die Kinder in der Regel keinen Ort und keine Ruhe, um ihre Hausaufgaben zu machen. So kommen viele in der Schule nicht mit. Der Prozentsatz der Kinder, die auf der Förderschule landet, liegt hoch. Nicht wenige schaffen überhaupt keinen Abschluss.

Der Familientreff, der über vier Räume mit einer Gesamtfläche von 130 Quadratmetern verfügt, steuert diesem Trend entgegen. Die Jugendhilfe wirbt für den Besuch des Kindergartens, den die reformierte Gemeinde wenige 100 Meter entfernt in der Oberen Karspüle betreibt. Sozialarbeiter begleiten Schüler zur Hausaufgabenhife, die die evangelische Jacobi-Gemeinde anbietet. „Wir organisieren Freizeitangebote“, berichtet Yasin Yilmaz (35). Im Familientreff wird gemalt, gebastelt, aber auch Sport getrieben. Die Jugendlichen erkunden die Nachbarschaft, etwa die Universität, die zwar von vielen Wohnungen des Hochhauses aus gut zu sehen ist, aber wohin sich kaum ein Roma wagt.

„Die Schulleistungen der Kinder und Jugendlichen haben sich in den vergangenen anderthalb Jahren deutlich verbessert“, berichtet Hölscher. So steigt die Wahrscheinlichkeit, dass die Jugendlichen am Ende einen Ausbildungsplatz und dann Arbeit finden. Die Eltern stehen, wenn sie denn überhaupt Arbeit finden, häufig in prekären Beschäftigungsverhältnissen.

Von Michael Caspar

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