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KWS will Dividende erhöhen

Erfolgreiches Geschäftsjahr KWS will Dividende erhöhen

Die KWS-Gruppe aus Einbeck hat ihren Umsatz um 3,7 Prozent auf 1075,2 Mio. Euro steigern können. Nach dem erfolgreichen Abschluss des Geschäftsjahres 2016/17 und der erreichten Steigerung der Ertragslage soll die Dividende pro Aktie auf 3,20 Euro erhöht werden.

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Die KWS-Gruppe hat ihren Umsatz im Geschäftsjahr 2016/17 um 3,7 Prozent steigern können.

Quelle: r

Einbeck. Die positiven Entwicklungen erklärt der Vorstand mit zwei wesentlichen Faktoren. Demnach hätten das erneute Wachstum des südamerikanischen Mais- und Sojasaatgutgeschäftes sowie die Geschäftsentwicklung im Segment Zuckerrüben entscheidend zum erfolgreichen Abschluss beigetragen. In Europa stiegen dem Geschäftsbericht zufolge die Umsätze mit Ölsaaten, während das Getreide- und Maisgeschäft hier leicht rückläufig tendierten. Das Betriebsergebnis (EBIT) der KWS-Gruppe erreichte 131,6 Mio. Euro und verbesserte sich damit um 16,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr (112,8 Mio.). Die EBIT-Marge sei auf 12,2 (10,9) Prozent gestiegen; dabei habe sich auch der Verkauf des operativen Kartoffelgeschäfts im Vorjahr positiv ausgewirkt. Für das laufende Geschäftsjahr erwarte KWS einen leicht steigenden Umsatz – bei einer weiterhin zweistelligen EBIT-Rendite. „Die KWS-Gruppe weist für das Berichtsjahr in vielen Märkten eine sehr erfreuliche Entwicklung auf. Unser Portfolio erwies sich als äußerst leistungsfähig und wettbewerbsstark“, kommentierte Hagen Duenbostel, Sprecher des Vorstands, die Geschäftsentwicklung 2016/2017. Zum 30. Juni 2017 steigerte KWS bei einer im Vergleich zum Vorjahr leicht verbesserten Herstellungskostenquote den Deckungsbeitrag um 4,6 Prozent. Der langfristig orientierten Unternehmensstrategie folgend, habe KWS seine Investitionen in Forschung, Entwicklung und Vertrieb weiter gesteigert; dagegen seien die Verwaltungskosten nahezu konstant geblieben.

Einzelne Segmente größtenteils erfolgreich

Für die einzelnen Konzern-Segmente weist der Jahresbericht größtenteils ebenfalls Steigerungen auf. Beim Mais etwa konnte der Umsatz im Berichtsjahr um 3,8 Prozent auf 825,3 Mio. Euro gesteigert werden. Im Segment Zuckerrüben stieg der Umsatz um 3,4 Prozent auf 454,6 Mio. Euro. Der im Vorjahr beschlossene Verkauf des Pflanzkartoffelgeschäfts an Stet Holland B.V. führte zu einem Umsatzrückgang, welcher aber durch das Zuckerrübensaatgeschäft überkompensiert werden konnte. Das Segment erzielte eine EBIT-Steigerung auf 150,9 Mio. Euro (Vorjahr 118,6). Beim Getreide führten die Auswirkungen aus der Abwertung des britischen Pfunds und rückläufige Roggenumsätze in Deutschland zu einem Segmentumsatz von 109,3 Mio. Euro (Vorjahr 118).

Die Gesamtinvestitionen der KWS-Gruppe beliefen sich im Geschäftsjahr auf 63,3 Mio. Euro (Vorjahr 99,6). Die Investitionen in Sachanlagen betrafen im Wesentlichen die Vollendung der Maissaatgutproduktionsanlage in der Ukraine und die Ausweitung der Zuckerrübensaatgutproduktionsanlage in Einbeck. Die Vorbereitungen zur Markteinführung der neuen Zuckerrübenherbizidtechnologie „Conviso Smart“ – einem Gemeinschaftsprojekt mit Bayer CropScience – schritten im Berichtsjahr weiter voran. Für das laufende Geschäftsjahr 2017/2018 ist vorgesehen, mit der sukzessiven Markteinführung in ersten Ländern zu beginnen.

Dividende könnte erstmals seit 2013 steigen

Mit dem erfolgreichen Abschluss des Geschäftsjahres und der erreichten Steigerung der Ertragslage wollen Vorstand und Aufsichtsrat der Hauptversammlung im Dezember 2017 die Erhöhung der Dividende um 20 Cent auf 3,20 Euro je Aktie vorschlagen. Vorbehaltlich der Zustimmung durch die Aktionäre würden hiermit 21,1 Mio. Euro des Bilanzgewinns der KWS Saat SE ausgeschüttet. Die Ausschüttungsquote läge bei 21,6 Prozent – und damit im Schnitt der vergangenen zehn Jahre. Die Dividende könnte damit erstmals seit Dezember 2013 angehoben werden. Insgesamt erwartet der Vorstand derzeit für die KWS-Gruppe im Vergleich zum Geschäftsjahr 2016/2017 einen leicht steigenden Umsatz und eine wiederum zweistellige EBIT-Marge. Auch die Investitionen, speziell im Bereich Forschung und Entwicklung, sollen weiter ausgebaut werden.

Von Markus Riese

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