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Kappa macht „jeden Tag etwas Neues“

Kamera-Spezialisten Kappa macht „jeden Tag etwas Neues“

Auch wenn die Firma Kappa nicht jeden Tag in den Schlagzeilen steht: Es tut sich etwas in Klein Lengden. Die Kamera-Spezialisten haben die Betriebsstätte ausgebaut und ihr Geschäftsmodell umgekrempelt.

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Neubau in Klein Lengden: Mehr Raum für Entwicklung und Produktion.

Quelle: soz

Für ihre Kamerasysteme sind die Südniedersachsen bekannt, früher vor allem im Einsatz in der Medizintechnik. Das hat sich geändert. Von der Endeskopie etwa habe man sich „geplant verabschiedet“, berichtet Firmenchef Jürgen Haese. Und OP-Leuchten, das mache heute noch fünf Prozent des Umsatzes aus. Haese verrät, wohin die Reise geht, und in welchen Bereichen die Kappa-Kameras künftig zum Einsatz kommen. In der Luftfahrt etwa, in Tankflugzeugen, gebaut von EADS. Dort überwachen die Kameras Tankvorgänge – innen wie außen. Auch in der Energieversorgung wird Kappatechnik genutzt. Für Siemens bauen die Südniedersachsen Überwachungssysteme für Mittelspannungsanlagen. Netzwerkfähig müssen die Kameras sein und stabil, erklärt der 58-Jährige. Oft tauche der Name Kappa nicht mehr auf, räumt er ein. Zu 80 Prozent seien die Produkte in eine Wertschöpfungskette integriert – ob in Blitzkästen oder Mautstationen. Haese betont jedoch: „Die Kamera ist das Herz.“ Kappa löst Probleme für die Kunden, daran arbeiten interdisziplinär besetzte Teams, drei bis sieben Leute. Viel Entwicklung geschieht in Klein Lengden, und dafür brauchen die Ingenieure und Naturwissenschaftler Platz. Deshalb hat Haese 800 000 Euro für ein neues Gebäude investiert. „Heute haben wir in der Entwicklung doppelt so viele Mitarbeiter wie in der Produktion“, sagt Alexander Berg, seit Januar Leiter Vertrieb und Marketing. Auch in den Maschinenpark habe man investiert, runde 1,5 Mio. Euro im Geschäftsjahr 2008 / 2009 (Bilanzstichtag 30.4.). Und das „in nicht ganz einfachen Zeiten“, sagt Haese. Die Firma halte sich „relativ stabil“: 11 Mio. Euro Umsatz, schwarze Zahlen, 31 Prozent Eigenkapital, 65 Prozent Export.

Konservativ expandieren

In den kommenden Jahren will das Unternehmen, das 1993 mit 40 Leuten begann und heute 90 Mitarbeiter zählt, jährlich organisch um acht bis zwölf Prozent wachsen. „Konservativ“, ist dem Eigentümer wichtig. Im Visier hat er die Automobilbranche. Dort wolle man mit einer Technik einsteigen, die es nicht von der Stange gebe. Mehr verrät Haese nicht. Nur so viel: „Es geht um Dinge, die es in Autos noch nicht gibt.“

Der Sektor der erneuerbaren Energien ist für Kappa spannend, auch hier wollen die Südniedersachsen punkten. Bei der Windradüberwachung, die sehr personalaufwendig sei, sieht Berg noch Optimierungsbedarf. Wichtig sei es, auf mehreren Beinen zu stehen und sich nicht in Abhängigkeiten zu begeben. Das Erfolgsrezept: „Wir machen jeden Tag etwas Neues.“

Von Hanne-Dore Schumacher

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