Menü
Göttinger Tageblatt / Eichsfelder Tageblatt | Ihre Zeitung aus Göttingen
Anmelden
Regional Lämmerschutz beginnt im Kochtopf
Nachrichten Wirtschaft Regional Lämmerschutz beginnt im Kochtopf
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
15:48 28.10.2009
In Wacholderrahm mit Bohnen: Marco Apel präsentiert die gebratene Leinelammkeule. Quelle: CH
Anzeige

Das Leineschaf gilt als extrem gefährdet. Noch in den 1940er Jahren gab es rund 80 000 Exemplare. Derzeit halten 15 Tierhalter in den Landkreisen Göttingen und Northeim etwa 400 Zuchttiere und rund 500 Kreuzungstiere. Die Schafe verbringen fast das ganze Jahr auf Streuobstwiesen, Hangweiden und Magerrasen. Ohne ihren Einsatz würden die Flächen verbuschen.
Ziehende Schafherden tragen darüber hinaus zur Verbreitung seltener Tiere und Pflanzen bei, da sie in ihrem Fell Samen und kleinere Tiere von Weide zu Weide transportieren. Auch Fleischliebhaber profitieren vom Verzehr: „Das Fleisch ist wunderbar zart und sehr geschmackvoll“, erklärt Ulrich Buhtz, Inhaber des Restaurants Zum Schwarzen Bären (siehe Rezept).
Elf Restaurants und Hotels in und um Göttingen bieten deshalb während der Aktion Gerichte mit Lammfleisch an. „Letztendlich entscheidet der Verbraucher, wie sich die Region gestaltet“, sagt Ute Grothey vom Landschaftsverband. In diesem Jahr finden die Leinelammwochen zum vierten Mal statt. 2008 wurden während der Wochen laut Verband rund 90 Leinelämmer (über 3000 Portionen) verspeist.
Die Leinelammwochen dauern noch bis Sonntag, 4. Oktober. An der Aktion sind beteiligt: Plumbohm (Barterode), Burgschänke Plesse (Bovenden), Backstübl (Ebergötzen), „Zur Erholung“ (Eschershausen), Gauß, Gaudi, Melange, Muskat, Zum Schwarzen Bären (alle Göttingen), Kalimera in der Knochenmühle (Herberhausen) und der Partyservice Böning-Schaumberg (Gleichen). Das Fleisch gibt es auch bei der Göttinger Fleischerei Sebert zu kaufen.

Leinelammkeule in Wacholderrahm

Zutaten: Eine Lammkeule, Paprika, zwei Zwiebeln, eine Scheibe Sellerie, fünf Karotten, ein Teelöffel Tomatenmark, ein Lorbeerblatt, zehn Wacholderbeeren, 1/4 Liter Rotwein. Für die Sauce: Mehl zum Binden, zwei Zentiliter Weinbrand, 0,2 Liter Sahne, 1/4 Liter Rotwein.
Die Lammkeule wird mit Salz, Pfeffer und Paprika eingerieben und in Pflanzenfett goldgelb angebraten. Kleingeschnittene Zwiebel, Sellerie und Karotten dazugeben und mitrösten, dann das Tomatenmark unterziehen. Jetzt das Lorbeerblatt und die Wacholderbeeren dazu tun und mit Rotwein ablöschen. Ansatz reduzieren lassen und mit 1,5 bis 2 Liter Brühe auffüllen. Darin wird die Keule – je nach Größe – 1,5 bis 2 Stunden geschmort. Die Sauce mit einer Mehlschwitze binden, dann mit Sahne, Weinbrand und Rotwein verfeinern.
Als Beilage empfiehlt Ulrich Buhtz Steinpilze, Bohnenbündchen im Speckmantel und Kartoffelgratin.

Von Corinna Berghahn

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Putzfrauen und Gebäudereiniger treten in den Warnstreik: Am Donnerstag bleibt zunächst das Rathaus in Hannover für einige Stunden ungeputzt, teilte die Gewerkschaft IG Bauen - Agrar - Umwelt am Mittwoch mit. Hintergrund ist das Scheitern der Tarifverhandlungen.

30.09.2009

Im Kampf um Arbeitsplätze und den Schiffbau in den Emder Nordseewerken sind Vertreter von Arbeitnehmern, Arbeitgebern und aus der Politik am Mittwoch noch zu keiner abschließenden Einigung gekommen.

30.09.2009
Regional Zuversichtsstudie der Allianz - Niedersachsen sehen positiv in die Zukunft

Niedersachsens Einwohner blicken laut einer Studie unter allen Deutschen am optimistischsten in die wirtschaftliche Zukunft. Das geht aus der Zuversichtsstudie der Allianz hervor die am Mittwoch in Stuttgart veröffentlicht wurde.

30.09.2009
Anzeige