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Landesforsten sind wichtige Arbeitgeber

Beruflicher Wandel in der Waldwirtschaft Landesforsten sind wichtige Arbeitgeber

Die Waldwirtschaft lohnt sich. Im Geschäftsjahr 2016 haben die Niedersächsischen Landesforsten ihr Ergebnis verbessert und einen operativen Jahresüberschuss von 12,3 Millionen Euro erzielt. Bei der Personalentwicklung stehen viele Forstbetriebe allerdings vor dem demografischen Wandel.

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Arbeitsplatz Wald: Der Beruf des Forstwirtes hat den den modernen Ansprüchen entsprechend erweitert.

Quelle: r

Göttingen. Mit dem Geschäftsergebnis für das Jahr 2016 und einem Plus von rund 1,7 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahr zeigt sich Dr. Klaus Merker, Präsident der Niedersächsischen Landesforsten sehr zufrieden. Allein bei der Holzernte ist mit Erlösen von mehr als 103 Millionen Euro einen Zuwachs von drei Prozent verzeichnet. „Dazu kommen die Erträge aus Jagden und Jagdverpachtungen sowie Gestattungserträge aus Sand- und Kiesabbau und aus Steinbrüchen“, erklärt Michael Rudolph, der als Pressesprecher der Landesforsten für Südniedersachsen auch für den Landkreis Göttingen, Harz und Solling zuständig ist. Außerdem seien die Dienstleistungen der Landesforsten nicht unerheblich. Diese werden unter anderem in den Bereichen Holzwirtschaft, Wegebau, Renaturierungsmaßnahmen und Aufforstung für private Waldbesitzer und Firmen angeboten. Beratende Funktionen übernehmen die Landesforsten außerdem bei der Betreuung von Friedwäldern und Abschiedswäldern für Haustiere, für die auch Flächen zur Verfügung gestellt werden. Der deutlichste Zuwachs wird im Geschäftsbericht mit 60 Prozent unter Sonstige aufgeführt. „Das sind Einnahmen aus dem Kompensations-Pool“, erläutert Rudolph. Wer Windkraftanlagen oder Autobahnen baut, muss an anderer Stelle für zerstörte Natur Entschädigung leisten. Dafür stellen die Landesforsten ebenfalls Flächen und Know-How zu Verfügung, so Rudolph.

Mit dieser Angebotspalette und den Entwicklungen in der Ökologie, Umweltbildung und im Tourismus haben sich die Berufsbilder in der Forstwirtschaft enorm verändert. „Es hat eine Spezialisierung stattgefunden. Früher lag alles in der Hand des Revierförsters, heute gibt es Fachleute für alle Bereiche. Die Forstleute müssen auch Konfliktmanagement zwischen verschiedenen Interessensgruppen wie Erholungssuchenden, Naturschützern und Mitarbeitern in der Produktionsstätte Wald beherrschen, um einen Ausgleich zwischen den gesellschaftlichen Ansprüchen zu schaffen“, erklärt Rudolph.

Bei den studierten Forstleuten seien in den kommenden fünf bis zehn Jahren allerdings zahlreiche Pensionierungen zu erwarten. Und zunehmend werde sich der demografische Wandel auch bei den Forstwirten zeigen, so der Hintergrundbericht der Landesforsten. 2016 waren dort mehr als 1300 Mitarbeiter beschäftigt, um rund 310000 Hektar Landeswald zu bewirtschaften. Neben Förstern und Forstwirten sind auch Maschinenführer, Verwaltungs- und Servicekräfte und Trainees im Einsatz. Letztere werden nach ihrem abgeschlossenen Forst-Studium innerhalb eines Jahres zusätzlich in den Bereichen Projektarbeit, Revierförsterei, Betriebsleitung und Hospitation ausgebildet. „Fachleute werden in allen forstwirtschaftlichen Berufsfeldern gebraucht. Die Landesforsten bilden über den eigenen Bedarf hinaus aus“, sagt Rudolph. Die Forstwirtschaft sei ein wichtiger Arbeitgeber gerade in ländlichen Regionen, wo andere Arbeitgeber nicht so zahlreich vertreten seien. Junge Leute hätten die Chance, mit ihrem Beruf in der Heimat bleiben zu können, so Rudolph. Ein Forstwirt-Azubi lerne heute neben der Waldarbeit auch PC-Messtechnik, Betriebswirtschaft und Naturschutz-Management. Ausbildungsforstämter im Landkreis Göttingen sind das Forstamt Reinhausen und das Forstamt Riefensbeek bei Osterode.

Erstmalig haben die Niedersächsischen Landesforsten 2016 vier Trainees ausgebildet. Außerdem wurden 96 Forstwirte, zwei Tierpfleger, zwei Fischwirte, sechs Forstreferendare, 27 Forstanwärter und 76 Hochschulpraktikanten ausgebildet.

Wer nach dem Schulabschluss gern in den Wald als Berufsort hineinschnuppern möchte, kann ein FÖJ (Freiwilliges Ökologisches Jahr) bei den Landesforsten absolvieren. Infos zur Bewerbung gibt es auf der Webseite landesforsten.de unter der Rubrik Berufswelt Wald.

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