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Langer Abschied in der Silvesternacht

Göttinger Rathskeller Langer Abschied in der Silvesternacht

Seit 1984 sind Karin und Peter Ollhoff die Pächter der Gaststätte Rathskeller. Am 31. Dezember ist das Traditionshaus am Göttinger Markt das letzte Mal unter ihrer Regie geöffnet.

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Abschied vom Rathskeller: Nach der ausgebuchten Silvesterfeier sagen Ollhoffs Ade.

Quelle: Hinzmann

„Als wir damals in Göttingen anfingen, wollte keiner das Objekt haben“, erinnert sich Karin Ollhoff. Sie und ihr Mann haben es dennoch gewagt. 26 Jahre später ziehen sie den Schlussstrich. „Wenn der Schlüssel das letzte Mal umgedreht wird, werden schon die Tränen fließen“, sagt der 63-jährige Rathskellerwirt leise. „Mal sehen, was von uns noch bleibt."

Peter Ollhoff spricht von dem großen Umbau, der im kommenden Jahr das Gesicht des Rathskellers verändern wird. 3 Mio. Euro wollen Stadt und neuer Pächter Olaf Feuerstein ins historischen Gebäude mit Gewölbekeller investieren. Am 15. Februar 2010 soll die Schlüsselübergabe erfolgen. Vorher muss die Gaststätte komplett leer geräumt werden.

Inventar wird versteigert

Am 26. Januar kommt alles unter den Hammer. „Ein Profi wird das Inventar versteigern“, sagt Ollhoff und schaut sich im Gastraum um. Tisch, Stühle, die Theke, Lampen – alles muss raus. Die Schilder der Burschenschaften, so verrät das Paar, haben sie bereits dem Wirt des „Schwarzen Bären“ versprochen. Dort werden sie in Ehren gehalten, ist man sich sicher. Wehmut macht sich breit. Bitter sei, dass die Mitarbeiter keine Chance bekommen hätten, erklärt Ollhoff. 32 Beschäftigten habe man bereits im Mai die Kündigungen aushändigen müssen, die Lehrlinge habe man vermittelt.
Durch die geplante Baumaßnahme sei eine klassische Übergabe nicht möglich gewesen. Das Geschäft müsse aufgelöst werden. „Was wir in 26 Jahren aufgebaut haben, verschwindet innerhalb kürzester Zeit“, bedauert Ollhoff und blättert im Gästebuch. Hunderte von Fotos finden sich darin. „Mindestens 2000 Gäste kenne ich mit Namen“, schätzt Karin Ollhoff, die seit Wochen Lieblingsmotiv ihrer Gäste ist. „Noch ein Foto mit Ihnen“, bitten die Stammgäste.

„Seit Wochen nehmen wir Abschied“, berichtet die 64-Jährige. Ein lieber Gast habe ihr zugeflüstert: „Frau Ollhoff, ganz Göttingen trauert.“ Emotionen pur, sagt der Chef.

Nach dem 15. Februar haben die Ollhoffs schon wieder einen vollen Terminplan. Das von ihnen geführte Hotel „Zum Stresemann“ wird mit der Gaststätte „Pfeffermühle“ von Sohn Frank im kommenden Jahr fusioniert, Umbauten sind geplant und eine Reise nach Singapur. Keine Zeit also für lange Trauer.

Von Hanne-Dore Schumacher

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