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Regional Starke Nerven in 2017 gefragt
Nachrichten Wirtschaft Regional Starke Nerven in 2017 gefragt
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00:18 13.01.2017
Die Sparkasse Göttingen gibt bei ihrem Neujahrsempfang eine Prognose für 2017 ab. Quelle: Thiele
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Göttingen

Der gut besuchte Anlass war für Hald Anlass, einen Ausblick auf die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland zu wagen. Vor einer Bankenkrise hat der Sparkassenchef keine Angst. „Bereits im vergangenen Jahr habe er auf die Vorboten einer Bankenkrise in Italien hingewiesen und obwohl es einen gesetzlich verankerten Beschluss zur Bankenrettung in Europa gibt, sage er jetzt schon eine politische Lösung voraus. Als einen ersten Ausnahmefall werde man alle Gläubiger schonen und mit der Unterstützung der Europäischen Zentralbank  (EZB) alle Kapitalmaßnahmen zulasten aller EU-Steuerzahler durchwinken, um politisch Ruhe zu haben. „An einem zweiten „Lehman“ hat bei uns in Europa kann keiner Interesse“, sagte Hald weiter.

Doch rechnet Hald mit einem positiven Jahr. „Wir sind für die europäischen und weltweiten Aktienmärkte für 2017 positiv gestimmt und sehen noch erhebliches Kurspotential nach oben“, betonte Hald.  Auch bei den Zinsen ist sich Hald sicher, dass der kurzfristige Bereich weiterhin niedrig bleiben wird. „Was die langfristigen Zinsen anbelangt, prognostizieren landauf landab fast alle Bankfachleute und Chefvolkswirte steigende Zinsen“, so Hald. Hier habe er eine  vorsichtigere und  zurückhaltende Meinung.

„Eigentlich sind steigende Zinsen volkswirtschaftlich richtig. Aber wir sehen es kritisch wenn alle in eine Richtung laufen." Hald glaubt, dass die  EZB auch zukünftig die Finanzmärkte sehr politisch motiviert steuern und den Langfristzins weiterhin nach unten drücken werde. "Wir alle wollen hören, dass die Zinsen steigen, aber keines der hochverschuldeten, vor allem südeuropäischen Länder, kann steigende Zinsen verkraften“, erklärt Hald. Eine erneut aufkommende große Schuldenkrise würde zu einem Linksrutsch in Südeuropa und zu einem Rechtsrutsch in Nordeuropa führen, mit dem Ergebnis einer auseinanderbrechenden Eurozone. „Das bedeutet – selbst wenn steigende Zinsen volkswirtschaftlich sinnvoll wären – die Zinsen bleiben vorerst unten, auch die Langfristzinsen“, so Hald.

Von Bernard Marks

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