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Regional Vivian Hildebrand wird Zweite
Nachrichten Wirtschaft Regional Vivian Hildebrand wird Zweite
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16:55 10.09.2018
Vivian Hildebrand. Quelle: Fpto: Schwarze
Göttingen

Eine Draufgängerin ist Vivian Hildebrand nicht. Sie wagt nur etwas, wenn sie das Risiko einschätzen kann. Wie im Fall ihrer vorgezogenen Abschlussprüfung zur Immobilienkauffrau, die sie ein halbes Jahr früher als eigentlich vorgesehen ablegte und mit Bravour, nämlich der Note 1,3 bestand. Nicht zuletzt aus diesem Grund schlug ihr Arbeitgeber, die Volksheimstätte Wohnungsbaugenossenschaft Göttingen sie für das Projekt „Leuchtturm 2018“ vor, in dem herausragende Auszubildende von der … ausgezeichnet werden.

Platz 2 und 500 Euro gab es für die in Kassel lebende Preisträgerin. „Das Geld habe ich noch nicht ausgegeben, es liegt noch auf dem Konto“, erzählt Hildebrand. Wünsche materieller Art hat sie eigentlich keine, wie sie sagt. „Aus beruflicher Sicht möchte ich mich einfach weiterentwickeln. Und ansonsten wünsche ich mir, dass es meiner Familie und meinen engsten Freunden gut geht.“

Was denkt sie, warum ausgerechnet sie von ihren Chefs für das Projekt empfohlen worden ist?. „Ich glaube, es liegt mit daran, dass ich eine hohe Eigenmotivation mitbringe und auch großen Einsatz mitbringe“, beschreibt Hildebrand. Und ihre guten Schulnoten machten das Gesamtpaket perfekt

„Ich arbeite einfach gern“, erzählt sie. Von Beginn an durchlief sie alle Bereiche innerhalb der Genossenschaft. Besonderen Spaß hat sie im Umgang mit Kunden. Ihre freundliche, aufgeschlossene Art kommt an.

Sie genoss ihre Ausbildung sehr, den anders als in anderen Berufszweigen gehörte für Hildebrand einmal pro Monat ein einwöchiger Aufenthalt in einem Internat für Immobilienkaufleute in Bochum dazu. Relativ mühelos durch das Abitur gekommen, musste sie jetzt doch viel lernen, entwickelte den Ehrgeiz, eine Top-Prüfung abzulegen. „Ja, ich bin vielleicht eine kleine Streberin“, sagt Hildebrand selbstkritisch. Aber eine sehr sozial eingestellte, denn sie behielt ihr Wissen keineswegs für sich, sondern half, wann immer sie gefragt wurde. „Es ist mir leichtgefallen, weil es mir Spaß gemacht hat.“

Bei der Wahl ihres Ausbildungsberufes kam ihr ein Zufall zu Hilfe, denn nach 13 Schuljahren war für sie keineswegs klar, welchen Weg sie einschlagen würde. Wirtschaftsrecht hatte sie sich ausgesucht, vielleicht auch Germanistik. „Ich habe einfach gemerkt, dass ich so richtig gar nicht wusste, was ich nach dem Abitur anfangen wollte.“

Der Naturfan gönnte sich eine einjährige Auszeit, was in ihrem Fall nicht Nichtstun bedeutete. „Wir haben Freunde und Bekannte, die haben Immobilien hier in der Gegend, wohnen aber selber nicht drin. „Ich habe die Immobilien vor Ort verwaltet, und es hat mir total Spaß gemacht“, erinnert sie sich an ihre „Anfänge“. Beim Stöbern durch das Internet stieß sie schließlich auf die ausgeschriebene Stelle bei der Volksheimstätte. „Es war die erste Bewerbung, die ich geschrieben habe.“ Und genau die traf ins Schwarze, denn die Verantwortlichen gaben ihr den Ausbildungsplatz und die Chance, sich zu beweisen.

Nach bravourös bestandener Prüfung folgte die Festanstellung. „Ich wollte sehr gern hierbleiben“, erzählt sie. Und auch die zwei Stunden Fahrzeit täglich über die A 7 nimmt sie gern in Kauf, obwohl sie auf den einen oder anderen Stau gern verzichten würde. Verzichten muss sie auf die aktive Teilnahme am Göttinger Entenrennen, bei dem die Volksheimstätte alljährlich mit einem phantasievoll gestalteten Plastiktier dabei war. „Das Amt verliert man sofort, wenn man nicht mehr in der Ausbildung ist“, erklärt sie. Und auch die Dankeschön-Mappe mit sinnvollen Tipps, die jeder Mieter bei Beendigung des Mietverhältnisses bekommt, fällt nun nicht mehr in ihren Aufgabenbereich.

Dafür warten neue Herausforderungen auf sie, denen sie sich gern stellt, denn sie ist Neuem gegenüber sehr aufgeschlossen. Doch es gibt auch Dinge, die möchte sie gar nicht ändern. Ernährt sie sich größtenteils sehr gesund, isst viel Gemüse und Salat, kann sie bei einem Gericht nicht widerstehen. „Ich esse sehr gern Schnitzel.“

Von Vicki Schwarze

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