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Regional Martin Kind beim Göttinger Gildentag
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20:28 04.11.2009
Präsident eines „Chaosvereins“: Martin Kind berichtet vor 250 Zuhörern, wie er das macht. Quelle: CR
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1980 kam Sigrid Lüttge aus der Heide nach Göttingen und übernahm mit ihrem Mann das Juweliergeschäft Hartwig. Seit acht Jahren engagiert sie sich für Göttingen im Verein Pro City, von Anfang an als dessen Vorsitzende. Angelika Daamen, selbst schon mit dem Kaufmannslöffel dekoriert, erinnerte in ihrer launigen Laudatio an die vielen Aufgaben, die „Powerfrau“ Lüttge in Angriff genommen hat, an zahlreiche Kämpfe, die sie mit „Zielstrebigkeit, Beharrlichkeit, viel Energie und Charme“ gewann.

Daamen sprach über Themen wie Weihnachtsbeleuchtung und Fusion von Werbegemeinschaft und Pro City, für die sich Lüttge eingesetzt hat ebenso wie für die Sanierung der Einkaufsstraßen. Die Geschäftsführerin des Göttinger Tourismus e. V. versprach der scheidenden Pro City-Chefin: „Irgendwann werden wir beide auf Stilettos einen Einkaufsbummel durch die Fußgängerzone machen, ohne dass wir hinterher einen Schuhmacher oder Orthopäden brauchen.“

Mit dem Wirtschaftsunternehmen Hannover 96 befasste sich Martin Kind, der Präsident des Sportvereins, in seinem Festvortrag. „Man muss schon eine kleine Macke haben, um so ein Ehrenamt zu übernehmen“, meinte der Geschäftsführer der Kind-Gruppe mit Sitz in Großburgwedel. Dass er in den vergangenen 40 Jahren ein Hörgeräte-Unternehmen mit heute 2000 Beschäftigten aufgebaut habe, interessiere niemanden. Als Präsident eines „Chaosvereins“ stehe er dagegen im Zentrum der Aufmerksamkeit. „Als ich das Amt 1997 übernahm, konnte der Drittligist seine Verbindlichkeiten in Höhe von 10 Mio. Euro nicht mehr bedienen“, berichtete der Unternehmer. Für den Aufstieg in die Bundesliga hätten Mannschaft und Trainer gesorgt. Er habe Investoren gefunden und eine GmbH & Co. KG auf Aktien gegründet, in die die A-, B- und C-Jugend, die Amateure und die erste Mannschaft überführt worden seien.

Im Vorfeld der Fußballweltmeisterschaft 2006 habe er die Stadt Hannover und das Land Niedersachsen davon überzeugt, sich als Austragungsort zu bewerben. Hannover hätte sich mit seiner guten Infrastruktur gegen Bremen durchgesetzt. Für 66 Mio. Euro sei ein neues Stadion entstanden, das sich auch für Konzerte nutzen lasse. Die WM habe dem Unternehmen einen Sonderertrag von 8 Mio. Euro beschert. Mittlerweile mache Hannover 96 im Jahr 50 Mio. Euro Umsatz. Um dauerhaft Erfolg zu haben, müsse der Umsatz verdoppelt werden.

Um Geld ging es auch im Beitrag von Gastgeber Willi Klie. Nach dem Motto „Kasse voll, Leben toll – Kasse leer, Leben schwer“ könnten Händler die Krise gelassener erleben, die in finanziell besseren Zeiten vorgesorgt hätten. Bisher verzeichne der Handel, der täglich 1,9 Mrd. Euro bei 50 Mio. Kundenkontakten umsetze, nur leichte Rückgänge, so der langjährige Vorsitzende des Göttinger Einzelhandelsverbandes.
„Wir kriegen die Krise“ hieß denn auch das Programm, mit dem das Kabarett Pawlowskis forte für Stimmung sorgte.

Von Michael Caspar und Hanne-Dore Schumacher

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