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Regional Mitarbeiter profitieren vom Millionengewinn
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19:49 08.01.2010
Zufriedene Vorstände in der Sparkasse Göttingen: Andreas Bartsch, Reiner Hald und Friedrich-Wilhelm Becker (von links). Quelle: soz
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„Der Sparkasse geht es nicht um die Erzielung maximaler Gewinne, sondern vor allem auch um das Gemeinwohl.“ Das betonte Rainer Hald gestern auf der Bilanzpressekonferenz, und er belegte seine Aussage mit Zahlen. 10 Millionen Euro habe man 2009 in Mitarbeiter und Region investiert, in Spenden, Sponsoring und andere Förderwege. Das soziale und kulturelle Engagement habe man im Berichtszeitraum mehr als verdoppelt.

Anders als andere Banken, so Hald weiter, nutze die Sparkasse deutliche Zuwächse im Kundengeschäft, sowohl auf der Einlagen- als auch auf der Kreditseite nicht nur zur Dotierung ihres Eigenkapitals und zur Steigerung des Shareholder-Value. In wirtschaftlich ungewissen Zeiten habe die Sparkasse bewiesen, „was für eine wirtschaftliche und gesellschaftliche Verantwortung in ihr steckt.“

Verantwortung heiße auch Ausbildung. Die Sparkasse habe ihre Quote von 10 auf 14 Prozent gesteigert, berichtete der Vorstand mit Stolz. Branchenweit liege die Quote bei gerade 6 Prozent. Allen auslernenden Lehrlingen habe man eine Stelle angeboten. Die Sparkasse beschäftigt insgesamt 753 Mitarbeiter.

Das Geschäftsjahr 2009 sei für die Bank erfolgreich verlaufen, zog Hald Bilanz. Von größeren Bewertungsgeschäften sei man verschont geblieben, war dem Banker wichtig, 4 Millionen Ertragssteuer habe man der öffentlichen Hand gezahlt.
Die Bilanzsumme sei auf 2,8 Milliarden Euro per 31. 12. 2009 gestiegen, Wachstumsträger sei das Kundengeschäft gewesen. Das Kreditvolumen insgesamt bezifferte Hald mit 2,2 Milliarden Euro (Vorjahr: 2,1). 10 Millionen Euro habe das Finanzierungsvolumen im Bereich energetische Maßnahmen betragen, ergänzte Vorstand Andreas Bartsch die Zahlen. Neugründungen und Expansionen habe man über die Unternehmensbeteiligungsgesellschaft der Sparkasse mit rund 6 Millionen Euro unterstützt. Damit würden sowohl neue Arbeitsplätze geschaffen, als auch bestehende gesichert. Bartsch: „Hier geht es uns nicht um den schnellen Euro.“

Ärzte zur Sparkasse

Mit Null sei die Beratergruppe Heilberufe 2006 gestartet, Ende 2009 habe man bereits für diese Kundengruppe ein Finanzierungsvolumen von 63 Millionen Euro mit einem Einlagenbestand von 27 Millionen Euro betreut. Jedes Jahr, so Bartsch weiter, kämen 100 neue Kunden hinzu. Von 30 Neugründungen (Praxen) würden 22 über die Sparkasse finanziert, rechnet Bartsch.

„Plötzlich waren sie alle wieder da,“ erklärte Rainer Hald schmunzelnd hinsichtlich von Krise, Krediten und Kommunen. 115 Millionen Euro habe man in diesem Geschäftsbereich an Krediten ausgelegt. Die Kundeneinlagen der Sparkasse habe man nach 2008 auch in 2009 steigern können, berichtete Vorstand Friedrich-Wilhelm Becker. Um 6,5 Prozent oder 110 Millionen Euro sei das Geschäft hier gewachsen, die Einlagen auf 1,8 Milliarden Euro gestiegen. Das sei strategisches Ziel gewesen, um auch teuere Refinanzierungen am Kapitalmarkt zu vermeiden. Bausparverträge der LBS mit einen Volumen von 70 Millionen Euro und VGH-Lebensversicherungen in Höhe von 24 Millionen Euro (+8%) habe die Sparkasse 2009 verkauft sowie rund 200 Immobilien mit einem Umsatz von 35 Millionen Euro (+50%) gemakelt.

Die Wertpapierumsätze der Sparkasse Göttingen hätten 2009 250 Millioen Euro erreicht, die Kundenwertpapierbestände fast eine Milliarde Euro, berichtete der Vorstandsvorsitzende.

Halds Prognose für das Geschäftsjahr 2010: „Wir sind verhalten optimistisch.“

Von Hanne-Dore Schumacher

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