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Regional Mündener Unternehmen rüstet sich für die Zukunft
Nachrichten Wirtschaft Regional Mündener Unternehmen rüstet sich für die Zukunft
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16:00 11.04.2017
Junior-Geschäftsführer Felix Tryzna will sein Verpackungsunternehmen in eine digitale Zukunft führen. Quelle: Wesche
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Hann. Münden / Göttingen

Als sein Vater das kleine Verpackungsunternehmen vor 25 Jahren in Hann. Münden gründete, waren Kundenstamm und Mitarbeiteranzahl überschaubar. Mittlerweile beliefert die Tryzna Verpackung GmbH Kunden in ganz Deutschland. „Wir haben Nachholbedarf in der Einrichtung von automatischen Ablaufprozessen im Unternehmen“, erklärt Tryzna. Darunter fallen nach seinen Angaben vor allem die Automatisierung von Bestellabläufen, die computergesteuerte Überwachung von Produktionsprozessen und die Einführung von Barcodes beim Kommissionieren. 

 Bereits im Herbst des vergangenen Jahres nahm Tryzna an verschiedenen Workshops der WRG teil. Im Anschluss absolvierte er den Digitalisierungs-Check. Anhand eines Online-Fragebogens wurde ihm die Ist-Situation seines Unternehmens aufgezeigt. Gleichzeitig ergaben sich daraus Handlungsoptionen, die speziell auf seine Firma zugeschnitten waren. 

„Aufgrund der Spezialisierung des Checks für die Branchen Verpackung und Logistik findet der Nutzer eine passgenaue Struktur für sein Unternehmen und erhält nach Beantwortung der Fragen Handlungsempfehlungen zur Umsetzung einer Digitalisierungsstrategie“, bestätigt Karin Friese, Wirtschaftsförderin der WRG.

Der WRG-Digitalisierungscheck unterscheidet sich von anderen Online-Fragebögen dadurch, dass er speziell für die in Südniedersachsen stark vertretenen Branchen Verpackung und Logistik entwickelt wurde. Damit gehen die Entwickler auf die besonderen Anforderungen der hiesigen Sparten ein und zeigen neben Einsparpotenzialen auch zukunftsträchtige Handlungsfelder auf. So stelle nach Aussage der WRG dabei der zunehmende Internethandel mit veränderten Bestellgewohnheiten komplexe Anforderungen an die Logistik- und Verpackungsbranche. 

„Jeder Unternehmer sollte sich die Zeit für die Durchführung des Checks freischaufeln“, bestätigt auch Felix Tryzna. Besonders hervorzuheben sei nach seinen Angaben, dass für die Umsetzung der Digitalisierungsempfehlungen „nicht zwingend große und finanziell intensive Projekte erforderlich seien. 

Der anonymisierte und kostenfreie Check dauert zirka 30 Minuten und fragt im Multiple-Choice-Verfahren Fakten verschiedener Unternehmensbereiche ab. Neben der Anzahl der Mitarbeiter fließen auch die Übertragungsrate des firmeninternen Breitbandanschlusses, die Fläche des Fertigungsbereichs oder der Neuwert der in der Fertigung installierten Maschinen, sowie der Automatisierungsgrad der Anlagen, Losgrößen und Rüstzeiten in die Bewertung ein. 

Interessierte finden den Check unter:  www.itcheck.wrg-goettingen.de. Für weitere Auskünfte können sich Unternehmen an Karin Friese von der Wirtschaftsförderungsgesellschaft wenden: Tel. 0551/99954982, E-Mail:  karin.friese@wrg-goettingen.de.

Von Susanne Wesche

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