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Nach der Insolvenz: Quelle-Frauen geben nicht auf

Abverkauf Nach der Insolvenz: Quelle-Frauen geben nicht auf

"Schön, dass Sie weitermachen“, bekam gestern Andrea Uecker von mehreren Stammkunden ihres Quelle-Shops in der Langen Straße 54 in Adelebsen gesagt. Bei den selbstständigen Händlern des insolventen Versandhauses Quelle begann am Montag der Abverkauf.

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Mit einer Kundin in ihrem Adelebser Geschäft: Andrea und Jörg Uecker.

Quelle: Hinzmann

Die meisten haben Waren im Wert von rund 16 500 Euro im Laden stehen. Der Verkauf läuft, bis alles weg ist. Uecker, die ihr Geschäft seit 2005 führt, will weitermachen – mit Produkten der Versandhäuser Neckermann, Otto und Schwab, Weltbild oder Witt Weiden, kündigt sie an.

Ihren 200 Quadratmeter großen Shop teilt sie sich mit Ehemann Jörg Uecker. Er betreibt dort seit 2006 einen kleinen Baumarkt. Uecker war beim örtlichen Sägewerk bis zur Übernahme von Klausner Verkäufer für Schnittholz. Weil das Ehepaar nicht weiß, ob die Kunden den Wechsel annehmen, haben sie vorsichtshalber gekündigt. „Wenn es gut läuft, machen wir weiter“, betonen sie.

Im Duderstädter Quelle-Shop in der Marktstraße 83 drängten sich gestern Vormittag mehr als 100 Menschen. Stammkunden brachten Inhaberin Maika Fidorra Blumen mit. Auch Fidorra will weitermachen. Ihr Mietvertrag läuft noch 20 Monate. „Viele wissen nicht, dass wir selbstständig sind“, sagt sie. Sie fühlt sich von Quelle schlecht behandelt. „Die lassen uns am langen Arm verhungern“, meint die Einzelhändlerin. Alle Informationen müsse sie sich im Internet selbst besorgen. Nur noch selten kämen Mails vom Versandhaus, mit dem sie seit mehr als 15 Jahren zusammenarbeitet. „Bis vor anderthalb Jahren liefen die Geschäfte in Duderstadt gut“, berichtet sie. Dann hätte in der sanierten Feilenfabrik am Stadtrand ein Elektroladen eröffnet. „Ganz schlimm“ sei es geworden, seit Quelle mit Zahlungsproblemen kämpfe. Die Schnäppchenjäger gaben sich gestern im Quelle-Shop von Carola Heerich in der Burgstraße 40 in Hann. Münden die Klinke in die Hand. Seit fünf Jahren hat Heerich ihren Laden. Geschenkartikel und Wolle runden das Sortiment ab. Kunden können außerdem Wäsche zum Reinigen abgeben. Bis August hatte sie sogar zwei Quelleshops unter ihrer Regie. Neben Münden war sie verantwortlich für den Quelle-Shop in der Groner-Tor-Straße in Göttingen. „Der Standort war nicht ideal“, sagt sie zur Schließung des zweiten Ladens. In Münden will sie allerdings weitermachen. Das stünde jetzt schon fest.

mic

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