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Regional Näders Pläne für Duderstadt, Wien und Berlin
Nachrichten Wirtschaft Regional Näders Pläne für Duderstadt, Wien und Berlin
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20:31 11.06.2010
Erinnert an das Science Center in Berlin: das neue Besucher-Zentrum in der Duderstädter Otto-Bock-Zentrale. Quelle: EF

„Es wurde Zeit“, räumt Hans Georg Näder ein. 40 Jahre habe man im Entree mit Besucher-Ausstellung und Seminarräumen nur in Nuancen Veränderungen vorgenommen. Für die 15 000 Besucher jährlich, die aus 70 Ländern ins Duderstädter Headquarter kommen, wollte man nach Realisierung des Berliner Projekts nun etwas ändern. 4,6 Mio. Euro hat der Inhaber der Otto-Bock-Gruppe im „Heimathafen“ angelegt, „um die Willkommens-Situation zu verändern“.

Hell, modern, fast medizinisch-sauber sind die komplett umgebauten Räumlichkeiten im Besucherzentrum in der Max-Näder-Straße. Mit modernster Technik können interaktiv per Touchscreen alle Standorte der Firmengruppe weltweit aufgesucht werden. Die Funktionalität von Prothesen und Orthesen wird im Besucherzentrum auf diese Weise demonstriert, aber auch fassbar an schneeweißen Figuren gezeigt. Für die „Otto Bock Academy“, die pro Jahr etwa 100 Seminare und Schulungen für Kunden und Mitarbeiter bietet, ist das Raumangebot vergrößert und mit Hightech bestückt worden. In der neuen Lounge mit 50 Plätzen werden Gäste von ortsansässigen Gastwirten, Schlachtern und Bäckern versorgt.

Während in Duderstadt die Umbauarbeiten im Mai ihren Abschluss fanden (das Büro von Näder kommt als Letztes dran), sei am Standort Wien die Erweiterung mit 25 Mio. Euro angeschoben worden, erklärt Näder. Im thüringischen Königsee, dem Produktionsstandort für Rollstühle, soll im Juni der Grundstein für einen Erweiterungsbau gelegt werden.

Auch in Berlin will Näder weiter wachsen. Er hat, wie das Tageblatt berichtete, die ehemalige Bötzow-Brauerei erworben. Auf dem 23 000 Quadratmeter großen Gelände mit denkmalgeschützten Bauten plant Näder eine „Rollstuhl-Manufaktur“. Hier, so erklärt der Investor, sollen sich die Nutzer ihre Rollstühle selbst konfigurieren. Die Menschen hätten ein großes Bedürfnis nach Individualität und Lebensfreude, begründet Näder seine Pläne, die er in den kommenden 24 Monaten verwirklichen will. Raum sei auf dem Gelände noch für Galerien, Clubs, Bars und Restaurants, für Mehrgenerationenhäusern, Lofts und Stadthäuser, für Wohnungen für 68er und Stones-Fans. Toll seien auch die riesigen Gewölbekeller, kommt Näder ins Schwärmen. Am Jahresende will er die Pläne und das Investitonsvolumen der Öffentlichkeit bekanntgeben, kündigt der Eichsfelder an.

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