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Neue Projekte sollen an Photonik Inkubator Niedersachsen GmbH gehen

Mit dem Laser um die Ecke Neue Projekte sollen an Photonik Inkubator Niedersachsen GmbH gehen

„Unser tanzender Roboter war der Star des Messepublikums“, berichtet Prof. Gerd Marowsky, Berater und Gutachter der Photonik Inkubator Niedersachsen GmbH, von der Photonics West im Februar in San Francisco. Der Roboter ahmte in Echtzeit die Bewegungen von Mitarbeiterin Anna Lena Baumann nach.

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Spielerei mit Hightech-Sensorik auf der Messe Photonics West in San Francisco.

Quelle: EF

Goslar/Göttingen. In ihre Kleidung waren Glasfasern und Sensoren eingenäht, über die durch die Kombination von Sensorik und Bewegungsanalyse die Steuerung erfolgte.

Die Anwendung ist eine Spielerei. Eingesetzt werden sollen die Fasern nicht zur Steuerung, sondern zur Dokumentierung von Bewegungen. Sie können zum Beispiel einem Arzt die genaue Lage und Verformung eines Katheters angeben, der in das Gehirn eines Patienten einführt wird. Auch bei der Exploration von Erdgas und Erdöl sollen die Sensoren der Fasern zum Einsatz kommen und Informationen über Druck, Temperatur und chemische Umgebung im Bohrloch liefern.

Beide Anwendungsideen nutzen sogenannte Faster-Bragg-Gitter, spezielle optische Filter. Sie reflektieren das Licht eines Femtolasers. Aus den Signalen lassen sich mit einem Referenzpunkt die Positionen im dreidimensionalen Raum bestimmen. Die Anwendungsideen stammen aus Forschungsvorhaben von Prof. Wolfgang Schade. Der Wissenschaftler leitet am Fraunhofer Heinrich-Hertz-Institut in Goslar die Abteilung faseroptische Sensorsysteme. Ein dreiköpfiges Firmengründerteam will die Ideen innerhalb von zwei, drei Jahren zu marktreifen Produkten weiterentwickeln. Das Team arbeitet in Schades Goslarer Institut. Verwaltung und Evaluation erfolgen von Göttingen aus.

Ein, zwei Projekte plant Marowsky auch nach Göttingen zu holen, wo der Inkubator im Laser-Laboratorium am Hans-Adolf-Krebs-Weg 1 über Räume verfügt. In der näheren Auswahl stehen Vorhaben im Bereich der spektroskopischen Analyse mittels Laser. Bei einem der Projekte geht es um die Inhaltskontrolle von Medikamenten vor der intravenösen Gabe. „Die Verwechslung von Medikamenten ist insbesondere auf Intensivstationen ein großes Thema“, berichtet Marowsky. Bei einem anderen Projekt dient das Analyseverfahren zur Bestimmung des Wassergehalts in Schüttgütern. „Firmen reizen die gesetzlichen Höchstwerte aus, da Wasser immer billiger ist als die Güter selbst“, erläutert der Professor. Das Messverfahren liefere schnelle Ergebnisse. Bei einem dritten Projekt gehe es um die rasche Feststellung von Wasserreinheit vor Ort.

Das Land Niedersachsen stellt dem Inkubator bis zu fünf Mio. Euro Fördergelder zur Verfügung. Etwa genausoviel Geld steuert der Bund bei. Damit lassen sich bis zu 15 Projekte unterstützen. „Es ist nicht einfach, gute Ideen und gute Leute mit Biss zu finden“, sagt der Physiker. Das Land ermöglicht auch das Gründen ohne Gründer. Dabei werden die marktreifen Produkte ohne die Leute entwickelt, die damit später am Markt durchstarten sollen. Getragen wird der Photonik Inkubator Niedersachsen von der Life Science Inkubator GmbH Bonn, von Max-Planck-Innovation und dem Laser-Laboratorium Göttingen.

Von Michael Caspar

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