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Neue Strategie und mehr Wachstum

K + S AG Neue Strategie und mehr Wachstum

Der Kassler Rohstoffproduzent K+S setzt sich mit einer neuen Strategie bis 2030 ehrgeizige Wachstumsziele, das wurde am Montag bekannt. Dabei sollen Geschäftsbereiche Kali- und Magnesiumprodukte sowie Salz integriert werden, um Synergien zu ermöglichen.

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Rohsalzgewinnung beim Kali- und Salzproduzenten K+S im Bergwerk in Philippsthal (Hessen).

Quelle: dpa

Kassel. Der Kali- und Salzproduzent K+S hat seine neue Strategie „Shape 2030“ vorgestellt und dabei ehrgeizige Ergebnisziele ausgegeben: Demnach will das Management den operativen Gewinn bis zum Jahr 2030 auf drei Milliarden Euro steigern. Zum Vergleich: Im letzten Jahr belief sich das EBITDA auf nur 520 Millionen Euro. Über viele Wochen hinweg ist darüber spekuliert worden, dass der Vorstandsvorsitzende von K+S, Burkhard Lohr, das Salzgeschäft abspalten und an die Börse bringen könnte. Die Integration der Geschäftsbereiche Kali- und Magnesiumprodukte und Salz sei eine wichtige Voraussetzung zur Stärkung der Kundenorientierung und ermöglicht zudem die Hebung von Synergien, heißt es in einer Mitteilung von Montag. Diese sollten zum Großteil in den Bereichen Produktion, Digitalisierung, Verwaltung, Einkauf und Logistik erzielt werden. K+S geht von einem jährlichen positiven Ergebniseffekt in Höhe von mindestens 150 Millionen Euro ab Ende 2020 aus. Das Unternehmen werde ab dem Jahr 2019 wieder einen positiven freien Cashflow generieren. Der Verschuldungsgrad soll bis 2020 halbiert werden. Im Jahr 2023 will das Unternehmen wieder ein Investment-Grade-Rating erreichen.

Auch das Thema Nachhaltigkeit soll bei der neuen Strategie ein wichtiger Bestandteil der Strategie sein. So werde K+S die Versenkung von salzhaltigen Prozessabwässern aus der Kaliproduktion in Deutschland bis Ende 2021 einstellen und mehr sich nicht um neue Genehmigungen für Salzversenkungen bewerben, erklärte dazu der K+S-Sprecher Michael Wudonig. K+S war unter anderem in der Region Südniedersachsen für die Einleitungen von salzhaltigen Abwässer in die Werra und Weser in die Kritik geraten.

Keine Angaben zu Arbeitsplätzen

Die K+S Aktiengesellschaft ist ein international tätiges Rohstoffunternehmen, das mineralische Rohstoffe fördert und veredelt. Der Hauptsitz liegt in Kassel. Die K+S AG beschäftigt weltweit rund 14000 Mitarbeiter an 90 Standorten. In Kassel und in Niedersachsen beschäftigt das Unternehmen jeweils rund 1000 Mitarbeiter, viele rekrutieren sich dabei aus Südniedersachsen sowie aus dem Raum Hannover. Lohr konnte am Montag nicht ausschließen, dass die neue Konzernstrategie auch Auswirkungen auf die Belegschaft haben würde. „Zum aktuellen Zeitpunkt können wir dazu aber keine Angaben machen“, betonte Lohr während einer Telefonkonferenz. Im Jahr 2018 werde es hierzu konkretere Informationen geben.

Nach Bekanntgabe der neuen Konzernstrategie zeigten sich Anleger enttäuscht und schickten die Aktie des Salz- und Düngerspezialisten auf Talfahrt. Sie haben mit stärkeren Umbaumaßnahmen oder gar mit einer Trennung vom Salzgeschäft gerechnet. Gegen Mittag notiert der Wert 5,73 Prozent im Minus und war damit Schlusslicht im MDAX. „Wir sind sicher, dass die neue Strategie langfristig überzeugen wird“, betonte Lohr. Die konsequente Ausrichtung auf Kunden und die Entwicklung des Unternehmens zur „One Company“ sei eine wichtige Veränderung für K+S. Dies bedeute auch einen Kulturwandel, denn die Perspektive auf das Geschäft und die Art, wie K+S mit den Kunden zusammenarbeitet, werde sich verändern.

Von Bernard Marks

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