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00:19 09.09.2017
Vortrag von Rüdiger Brakel beim Unternehmerfrühstück an der Sieber in Herzberg V Quelle: Baumgartner
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Herzberg

Rüdiger Brakel, Englisch-Coach und ehemaliger Leiter der KVHS Osterode, gab den Unternehmern einige nützliche Tipps, um bei internationalen Treffen ins Gespräch zu kommen und dabei sprachliche Fettnäpfchen zu vermeiden. Sprachkurse im Business-Englisch leitet Brakel sowohl bei unternehmensinternen Schulungen, als auch im Rahmen der Samstags-Akademie der Volkshochschule, ein bereits vor mehr als zehn Jahren eingeführtes Angebot für Berufstätige.

Karen Richter, die Leiterin der Osteroder VHS-Geschäftsstelle, stellte die Samstags-Akademi kurz vor: Die Idee dahinter sei es, abseits vom beruflichen Alltag neue Impulse und Denkanstöße für die Arbeit oder das Unternehmen zu erhalten. Das Themenspektrum und die Seminarlänge passen sich der jeweiligen Nachfrage an.

Lernziel Sprachkompetenz

Gute Geschäftsbeziehungen sind oft auch abhängig vom erforderlichen Small Talk. Eine gekonnte Konversation ist ein wichtiger Erfolgsschlüssel. „Lernziel ist Sprachkompetenz“, sagte der Sprachdozent. Bei einem Telefonanruf auf Englisch würden viele geradezu einen Schock bekommen: „Erst wenn sie aufgelegt haben, wissen sie, was sie eigentlich sagen wollten.“

Small Talk ist ein wichtiger Eisbrecher, betonte Brakel. Mit den richtigen Worten kann man beim Plaudern einen positiven Eindruck hinterlassen. Wählt man indes die falschen Worte, ist die Chance genauso leicht verspielt. Doch es gehe beim Small Talk nicht nur darum, die richtigen Worte zu wählen, sondern auch darum, die richtigen Themen anzusprechen: „Linksverkehr, Nordirland-Konflikt, Frauenwahlrecht, Stierkampf oder Mafia – da wissen Sie gleich, welche Themen Sie in bestimmten Kreisen nicht ansprechen sollten.“

Zwar hätten die meisten Anwesenden in der Schule sicher Englisch-Unterricht gehabt und könnten sich im Gespräch auf Englisch ausdrücken. „Doch sobald ein Engländer den Raum betritt, haben die meisten ein Sprachproblem“, wies er auf den ungleich größere Wortschatz eines Muttersprachlers hin. In der Schule komme man vielleicht einmal pro Stunde dran, sage dann etwas, was fünf Sekunden dauert – „nach 18 Minuten Englisch haben Sie Abitur.“ Doch schon eine falsche Betonung könne eine englische Vokabel für einen Engländer zum Fremdwort machen.

Überhaupt legen die Engländer Wert auf Höflichkeitsformen: Ohne das Wort „please“, also „bitte“, sei ein Fragesatz für einen Engländer nicht zu Ende. „Please ist das wichtigste Wort, nicht money“, sagte Brakel scherzend zu einem anwesenden Bankvorstand. Die höfliche Antwort „You are welcome“ – auf Deutsch etwa: „Bitte schön, gern geschehen“, kenne jeder griechische Kellner.

Eine hilfreiche Faustregel für den Small Talk sei die KISS-Regel : „Keep it short and simple“ – fasse dich kurz und einfach. Brakel: „Je mehr Worte der Satz hat, desto mehr Fehler kann man machen.“ Amüsant wurde Brakels Lektion, als er die Anwesenden zu einer kleinen Konversationsübung aufforderte. Eine der Fragen, die sie sich gegenseitig stellen sollten: „Kann ich bitte Ihr Handy bekommen?“ Das Wort „handy“ bezeichnet im Englischen allerdings kein Mobiltelefon.

Von Martin Baumgartner

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