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Ottobock kauft finnische Werft Baltic Yachts

Duderstädter Medtech-Gruppe investiert in Karbonfasertechnologie Ottobock kauft finnische Werft Baltic Yachts

Die Duderstädter Ottobock-Gruppe wächst weiter. Wie das Unternehmen gestern mitteilte, hat die deutsche Medtech-Gruppe  80 Prozent des finnischen Superyacht-Herstellers Baltic Yachts erworben. Das Unternehmen, das 1973 in Ostrobothnia an der Westküste Finnlands gegründet wurde, ist spezialisiert auf maßgefertigte  Hightech-Segelyachten.

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Blick aus der Luft: die Werft des Schiffbauers Baltic Yachts in 0strobothnia an der Westküste Finnlands.

Quelle: EF

Duderstadt/Ostrobothnia. Der Weltmarktführer im Bereich „lightweight high-performance“ beschäftigt 175 Mitarbeiter und erzielte 2012 einen Umsatz von 30 Mio. Euro.

Beide Unternehmen verbindet die Technologie, vornehmlich die Fertigung mit Karbonfasern. Seit 15 Jahren arbeiten Finnen und Deutsche zusammen, realisieren mittlerweile ihr sechstes gemeinsames Projekt. Der Weltmarktführer in der technischen Orthopädie Ottobock hat seit Jahren Produkte aus Karbonfasern im Portfolio. So sind die Federn der Sprintprothesen, die unter anderem bei den Paralympics zum Einsatz kommen, aus Karbonfasern.

Auch die Hüllen der mikroprozessorgesteuerten Kniegelenke (Genius) von Ottobock sind aus dem Kohlenstoffwerkstoff. Alle Fußprothesen für aktive Anwender aus Duderstädter Produktion haben ein Innenleben aus Karbon.

Auch die Yachtbauer aus Finnland nutzen den Werkstoff  für den Bau ihrer Segelschiffe. „Höchste Qualität und ständige Innovation gehören zur DNA beider Unternehmen“, kommentiert Ottobock-Inhaber Hans Georg Näder , der sich zurzeit in Finnland aufhält. „Eine hoch qualifizierte  Mannschaft wird in die globale Ottobock-Familie aufgenommen“, teilt der Firmeninhaber zur Investition mit und beschreibt Baltic Yachts als eine „Perle und Technologieschmiede“.

Geleitet wird Baltic Yachts künftig von Kapitän Henry Hawkins (CEO) und Matti Laurila (COO). Mit Hawkins ist Yachtbesitzer Näder schon mehr als 200 000 Meilen auf seiner  Baltic Pink Gin gesegelt. Näder zu seinen Plänen in Finnland: „Wir werden unsere Vision für diese großartige Firma umsetzen.“

Zum „Schlüssel des Erfolgs“ zählt der Eichsfelder Unternehmer Kundenzufriedenheit, höchste Qualität der Segelyachten sowie entsprechenden Kundenservice. Auch künftig wolle man alle Möglichkeiten der Knowhow-Nutzung beider Unternehmen in Medizintechnik, Aerospace, Automotive und grüner Energie ausschöpfen. „Wir lieben Erfindungen, das passt zu uns“, schreibt Näder aus Finnland.

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