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Ottobock kauft in den USA dazu

Ottobock Ottobock kauft in den USA dazu

Otto Bock Healthcare GmbH setzt seine Wachstumsstrategie weiter fort. Das Duderstädter Unternehmen übernimmt die US-amerikanische Freedom Innovations, eine Firma, die in Prothetik-Markt in den USA führend ist. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart.

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Hans Georg Näder bei der Vertragsunterzeichnung im kalifornischen Irvine.

Quelle: r

Duderstadt. Die Otto Bock HealthCare GmbH baut ihre Marktposition in der technischen Orthopädie weiter aus. Am Mittwoch gab das Duderstädter Unternehmen bekannt, die US-Firma Freedom Innovations vom bisherigen Eigentümer, dem Private-Equity-Unternehmen Health Evolution Partners (HEP) übernommen zu haben.

Beide Seiten unterzeichneten am 22. September im kalifornischen Irvine einen Kaufvertrag, heißt es in einer Mitteilung. Mit sofortiger Wirkung habe Ottobock das Unternehmen samt allen Standorten und Mitarbeitern übernommen. Die etablierte Marke Freedom Innovations werde weiter genutzt. Die kartellrechtlichen Fragen seien bereits geklärt, es fand ein sogenanntes „Simultaneous signing & closing“ statt. Die Details des Kaufvertrags unterliegen der Vertraulichkeit, heißt es weiter.

Innovative Prothesen

Laut Angaben von Ottobock ist Freedom Innovations die Nummer drei im Markt der Prothetik in den USA. Drei Viertel des Umsatzes erwirtschaftet das kalifornische Unternehmen mit über 150 Mitarbeitern in Nordamerika. Die europäische Zentrale ist in den Niederlanden (Enschede) angesiedelt.Freedom Innovations entwickelt hochmoderne prothetische Füße und Knie, die vor allem im Sportbereich genutzt werden. Obwohl erst seit 2002 am Markt zählt Freedom Innovations mit 25 Patenten und 20 Produktmarken, die in über 40 Ländern verkauft werden, bereits zu den Schwergewichten im Bereich Prothetik.

„Einzigartige Gelegenheiten muss man ergreifen“, sagt Hans Georg Näder, Vorsitzender der Geschäftsführung der Otto Bock Healthcare GmbH. Vertriebspower und Portfolio würden durch die Übernahme von Freedom Innovations gestärkt. „Die Integration des Unternehmens in die weltweite Ottobock Familie bietet viele Vorteile. Wir können Synergien nutzen und beflügeln Freedom Innovations dank unserer globalen Vertriebsstärke“, betont Näder. Er sei glücklich darüber, eine tolle Marke in die Wachstumsstrategie aufzunehmen.

„Ottobock ist für uns der Wunschpartner“, sagt Maynard C. Carkhuff, neu berufener Chairman von Freedom Innovations. Kein anderes Unternehmen könne Anwendern und Mitarbeitern Vergleichbares bieten. „Wir freuen uns darauf, den Weg künftig gemeinsam zu gehen, so Carkhuff. Neuer CEO wird Dave Reissfelder, der bisher die Ottobock-Tochter BionX in Boston geführt hat. „Ich freue mich, Teil von Freedom Innovations zu werden“, betont auch Reissfelder.

Kontakte zur US-Wissenschaft

Ottobock verfolgt mit der Übernahme von Freedom Innovations weiter seine äußerst dynamische Wachstumsstrategie. Gemeinsam mit dem schwedischen Partner EQT, der 20 Prozent an der Otto Bock HealthCare GmbH hält, arbeitet die Eigentümerfamilie Näder derzeit daran, das Duderstädter Unternehmen für die Zukunft im Markt für Orthopädietechnik international zu positionieren. Der Familie Näder gehört die Otto Bock Holding GmbH & Co. KG zu 100 Prozent. Die Holding hält weiterhin 80 Prozent an der Otto Bock HealthCare GmbH.

Der Kauf von Freedom Innovations ist nicht die erste Firmenübernahmen in laufenden Jahr. Nach der Akquisition der BeBionic Hand sowie dem Kauf der Firma BionX, deren Fußprothese emPower die Funktion der verlorenen Muskeln und Sehnen über ein aktiv angetriebenes Knöchelgelenk nachahmt, handelt es sich bei der aktuellen Akquisition bereits um die dritte, richtungweisende Ergänzung des Ottobock Portfolios. Mit den strategischen Übernahmen sicherte sich Ottobock nicht zuletzt Kompetenz und Kontakte im Bereich der Forschung in den USA. Der BionX-Firmengründer und Erfinder der ersten Generation des emPOWER, Hugh Herr, ist zum Beispiel außerdem auch Professor am Massachusetts Institute of Technology (MIT), wo er das „Center for Extreme Bionics“ leitet.

Der Ingenieur gilt als eine der weltweiten Koryphäen in der Hightech-Forschung. Der doppelseitig an Beinen amputierte Wissenschaftler ist begeisterter Kletterer, ein Hobby, dem der 52-jährig nach wie vor mit Bein-Prothesen nachkommt.

 

Von Bernard Marks

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