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Regional Hoher Besuch im Reinraum
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18:06 05.05.2017
Thomas Oppermann im Gespräch mit Coherent Geschäftsführer Richard Waldermann. Quelle: Marks
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Göttingen

Nachdem der US-amerikanische Laser-Hersteller Coherent, der mit bisher vier Standorten, darunter Göttingen, in Deutschland vertreten ist, im November 2016 seinen deutsch-amerikanischen Konkurrenten Rofin-Sinar Technologies übernommen hatte, wurde darüber spekuliert, wie sich Coherent weiterentwicklen würde. „Sehr positiv, wir betrachten uns als Marktführer im Bereich der Laserhersteller“, sagte Coherent Geschäftsführer Richard Waldermann, der sich sichtlich über den hohen Besuch aus Berlin in seinem Haus freute.

Auch Thomas Oppermann zeigte sich interessiert an der Entwicklung des Geschäft von Coherent in Göttingen. Dieses ist in jüngster Zeit stark wachsend. Allein die Mitarbeiterzahl ist in den vergangenen zwei Jahren am Standort Göttingen von 351 auf 550 gestiegen. Insgesamt profitiert Coherent derzeit stark vom Boom im Bereich der mobilen Endgeräte wie Smartphones sowie Tablets. Bei der Herstellung von Flachbildschirmen für solche Geräte kommen Laser aus Göttingen bei allen Display-Herstellern zum Einsatz.

Coherent hat in Göttingen bereits eine lange Geschichte. Bereits 1981 stieg der Konzern mit Hauptsitz in Santa Clara, CA, beim Göttinger Unternehmen Lambda Physik ein. Seit 2004 ist Coherent alleiniger Anteilseigner der heutigen Coherent LaserSystems GmbH & Co. KG. Coherent sei weltweit aufgestellt und in den vier Märkten „Microelectronics“, „Instrumentations“, „Material Processing“ und „Scientific Research“ engagiert. „Rund 36 Millionen Euro hat der Konzern in den letzten Jahren am Standort in Göttingen investiert“, erzählt Waldermann. Der überwiegende Teil der Produktion findet in riesigen Reinräumen statt, in die Thomas Oppermann einen kurzen Blick werfen durfte. „Es ist schon beeindruckend, was in den Räumen der alten Molkerei in Göttingen passiert ist“, sagte Oppermann.

Die Exportquote von Coherent ist mit 90 Prozent vergleichsweise hoch. „Die meisten Kunden haben wir in Japan, Korea und China“, so Waldermann. Bei der Herstellung Displays für Smartphones wird mit den Göttinger Lasersystemen amorphes Silizium in polykristallines Silizium umgewandelt. Dieses ermöglicht die hervorragende Farbgebung und Auflösung moderner Displays. „Die Technik entwickelt sich hier immer rasanter zu höher Leistungfähigkeit und besserer Auflösung“, erklärt Waldermann. Davon profitiert Coherent stark mit positiven Aussichten für die nähere Zukunft. bm

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