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Projekt Adelante der Industrie- und Handelskammer geht in zweite Runde

Spanische Verstärkung Projekt Adelante der Industrie- und Handelskammer geht in zweite Runde

Eigentlich lebt er in Vitoria-Gasteiz, der Hauptstadt der Region Baskenland in Spanien. Doch nun ist Endaitz Martínez de Sabarte Hernández nach Göttingen gezogen. In vielen Gebieten Spaniens ist die Jugendarbeitslosigkeit hoch. In Deutschland hingegen können Ausbildungsplätze oft nicht besetzt werden. Deswegen absolviert der 24-Jährige nun ein Praktikum bei der Möbelspedition Haberland.

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Großer Bahnhof für die jungen Gäste: Unternehmer, Veranstalter und Gastfamilien begrüßen die Praktikanten aus Spanien.

Quelle: Hinzmann

Göttingen. Das ermöglicht ihm das gemeinsame Projekt Adelante der Industrie- und Handelskammer (IHK) und der Volkshochschule Göttingen. Insgesamt 23 junge Spanier arbeiten und lernen für drei Monate in 17 Unternehmen aus den Landkreisen Göttingen, Northeim und Osterode.

Endaitz absolvierte in seiner Heimat eine kaufmännische Ausbildung. Da es aber keine Arbeit für ihn gab, hat er eine zweite Ausbildung im Bereich Finanzen begonnen. Nun ist der junge Spanier in Göttingen gelandet. Wenn es gut läuft, bleibt Endaitz bei Haberland noch über das Praktikum hinaus beschäftigt, bestätigt Andreas Bubner. Der Speditionsinhaber nimmt mit seiner Firma zum ersten Mal an dem Projekt teil.

Im vergangenen Jahr startete Adelante. 2013 kamen 18 junge Spanier für ein Praktikum nach Göttingen. Neun von ihnen sind nun in einer zwei- oder dreijährige Ausbildung in ihren Praktikumsbetrieben. Beim ersten Mal lief das Projekt noch etwas unkontrolliert ab. Die Vorbereitungszeit war zu kurz. „Ich kann ihnen gar nicht sagen, was alles los war“, berichtet Martin Rudolph.

„Wir haben aus den Erfahrungen gelernt“

Der Göttinger IHK-Geschäftsstellenleiter ist stolz auf die Beständigkeit, mit der Adelante in diesem Jahr vorbereitet worden ist. Rudolph: „Wir haben aus den Erfahrungen gelernt.“

Dem pflichtet Thomas Eberwien bei. „Die Rahmenbedingungen sind klarer“, sagt der Leiter der Volkshochschule Göttingen. Mehr Vorbereitungszeit hatten somit auch die Praktikanten. „Sie sind alle top motiviert und bringen großes theoretisches Fachwissen mit“, meint der Volkshochschulleiter.

Sowohl Eberwien als auch Rudolph sehen große Vorteile für alle Beteiligten. Arbeitssuchende finden Arbeitsplätze, Arbeitnehmer lernen von Arbeitgebern, Arbeitgeber erfahren vieles von Arbeitnehmern. „Der EU-Markt ist ein Arbeitsmarkt, auf dem die Mobilität nicht mehr aufzuhalten ist“, betont Eberwien.

„Ich spiele für die SV Göttingen“

Die jungen Menschen kommen aus Andalusien, dem Baskenland, Madrid und Teneriffa. Für gewerblich-technische Bereiche und das Hotel- und Gastgewerbe interessieren sich die Spanier besonders. Im vergangenen Jahr kamen die Teilnehmer im GDA-Wohnstift unter. In diesem Jahr sind sie in Gastfamilien, in den Betrieben selbst oder in eigenen Wohnungen untergebracht.

Finanziert wird das Projekt durch die teilnehmenden Betriebe, das Bildungsprogramm der Europäischen Union Erasmus und MobiPro EU, dem Bundesprogramm zur Förderung der beruflichen Mobilität von ausbildungsinteressierten Jugendlichen und arbeitslosen jungen Fachkräften aus Europa.

Endaitz scheint sich schon sicher, hier bleiben zu wollen. Er spricht zwar noch nicht viel Deutsch, aber das will er im Praktikum und im Alltag ändern. „Ich spiele für die SV Göttingen“, sagt der Neu-Göttinger. Dass Endaitz nun für den Fußball-Landesligisten im Mittelfeld aufläuft, findet sein Chef Bubner toll. „Vielleicht schaffen wir es, dass er irgendwann für Eintracht Braunschweig spielt“, witzelt der gebürtige Braunschweiger.

Von Friedrich Schmidt

Infos: hannover.ihk.de

 

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Fusion beschlossen
Referenten und Gastgeber: Horst Schrage, Martin Rudolph, Hannes Rehm, Jens Frahm und Joachim Tonollo (von links).

„Südniedersachsen gewinnt weiter an Kontur“, betonte der Göttinger IHK-Vize-Präsident Joachim Tonollo auf dem Neujahrsempfang der Industrie- und Handelskammer am Mittwoch. Die Fusion der Landkreise Osterode und Göttingen sei für 2016 beschlossen.

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