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Regional Refratechnik übernimmt Burton
Nachrichten Wirtschaft Regional Refratechnik übernimmt Burton
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20:11 22.08.2013
Traditionsstandort in Göttingen: Refratechnik in der Rudolf-Winkel-Straße. Quelle: EF
Göttingen

Burton ist Hersteller von Tunnelöfensystemen für die keramische Industrie. Der Umsatz von Burton wird mit 34 Mio. Euro beziffert.

Mit dem Kauf könnten die Arbeitsplätze des Tunnelofenherstellers in Melle (Landkreis Osnabrück) erhalten werden, heißt es in einer Presseerklärung. Burton hatte im Juli Insolvenz angemeldet und zuvor schon Kurzarbeit beantragt. 1887 wurde das Familienunternehmen unter der Firmierung  „Schiefertonwerke Buer“ gegründet.

Neben der Entwicklung und Produktion feuerfester Systeme stellt Burton auch Hochleistungswerkstoffe für die industrielle Anwendung her. Kunden sind unter anderem Kohlekraftwerke, die Glas-, Stahl- und Aluminiumindustrie sowie die Müllverbrennungsindustrie. Mit der Akquisition könne die Refratechnik Geschäftsfelder wie die Müllverbrennung und Primäraluminium ausbauen. In diesem Bereich könne man nun als Komplettanbieter auftreten, heißt es.

Die 1950 gegründete Refratechnik ist mit 1200 Mitarbeitern nach eigenen Angaben das weltweit größte Familienunternehmen der Feuerfestbranche. Der traditionsreichste Standort befindet sich im Göttingen in der Rudolf-Winkel-Straße. Mit den Firmen Refratechnik Cement GmbH in Göttingen und Refratechnik Asia Ltd. in Hongkong sei die Gruppe Weltmarktführer für feuerfeste Auskleidungen der Ofenanlagen, vor allem in der Zementindustrie.

Mit der Refratechnik Steel GmbH in Düsseldorf sei man international in den Märkten der metallerzeugenden und metallverarbeiteten Industrien aufgestellt, teilt die Holding in Bayern mit. Magnesit-Erz, ein Hauptrohstoff unter anderem für die Feuerfestindustrie, werde von Baymag Inc. (Calgary, Kanada), einer hundertprozentigen Tochter der Refratechnik Holding GmbH, abgebaut und weiterverarbeitet.
Zur Refratechnik-Gruppe zählen mit der Akquisition von Burton nun 18 Standorte auf vier Kontinenten. Neun davon sind Produktionsstandorte für gebrannte, geformte und ungeformte Feuerfestprodukte. Zwei weitere zählen zum Rohstoffbereich.

In Südniedersachsen liegen die Wurzeln des Konzerns. In Vogelbeck gründete Karl Albert 1950 die „Steinwerke Feuerfest Karl Albert“. Seit 1952 ist der Firmensitz in der Rudolf-Winkel-Straße. In Göttingen sind 350 Mitarbeiter tätig. Der Umsatz betrug 2012 rund 400 Mio. Euro.
Es sind basische feuerfeste Steine wie sie vorwiegend in der Zementindustrie benötigt werden, die in den riesigen Werkshallen in Göttingen bei mehr als 1600 Grad gebrannt werden. 90 Prozent der Produktion gehen  in den Export, das Gros nach Übersee.

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