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Regional Sartorius: 200 Millionen Euro für Göttingen
Nachrichten Wirtschaft Regional Sartorius: 200 Millionen Euro für Göttingen
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00:18 14.03.2013
Sartorius-Equipment im Laboreinsatz: Virusfiltration sowie Virusinaktivierung durch Bestrahlung mit UV-Licht. Quelle: EF
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Göttingen

Im April dieses Jahres wird das Werk der Sartorius Stedim Plastics (früher Tohaplast) in der Karl-Arnold-Straße 21 seiner Bestimmung übergeben.

„2012 war das Jahr der Investitionen“, hob der Vorstandsvorsitzende Joachim Kreuzburg auf der gestrigen Bilanz-Pressekonferenz hervor und zog gleichzeitig Bilanz für die vergangenen zehn Jahre. In diesem Zeitraum habe Sartorius in Göttingen mehr als 200 Mio. Euro investiert.

Im hessischen Guxhagen wurde 2012 ein Neubau für Fermenter und Bioreaktoren (15 Mio.) errichtet, in Puerto Rico die Filter- und Bag-Produktion (16 Mio.) erweitert.

Kreuzburg

Die Zahlen zum Geschäftsjahr 2012 stellte Konzernchef Kreuzburg vor. Demnach machte Sartorius einen Umsatz von 845,7 Mio. Euro. Zu der Umsatzsteigerung von 15,4 Prozent habe auch das zum Jahresende 2011 übernommene Biohit-Pipettengeschäft mit sechs Prozentpunkten beigetragen.

Die drei Geschäftsbereiche Bioprocess Solutions (Umsatz: 479,5 Mio. Euro), Lab Products & Services (268,9 Mio. Euro)  und die kleinste Konzernsparte Industrial Weighing (102,7 Mio. Euro) hätten zur positiven Geschäftsentwicklung beigetragen, betonte Kreuzburg. Auf Basis des dynamischen Umsatzwachstums habe sich das operative Konzernergebnis um 20,3 Prozent auf 135 Mio. Euro erhöht.

Die entsprechende Marge bezifferte Kreuzburg mit 16 Prozent (Vorjahr: 15,3%). Der Konzernnettogewinn lag bei 63 Mio. Euro nach 52 Mio. Euro im Vorjahr. Das entsprechende Ergebnis je Aktie beläuft sich für die Stammaktien auf 3,69 Euro, für die Vorzugsaktien auf 3,71 Euro.

Göttinger wollen weiter zulegen

Sartorius hat im abgelaufenen Geschäftsjahr 48,1 Mio. Euro  für Forschung und Entwicklung aufgewandt. Das sind 8,6 Prozent mehr als im Vorjahr, erläuterte Kreuzburg. Das Gros der Mittel sei wieder nach Göttingen geflossen, wo Kreuzburg  „Kopf und Motor von Sartorius“ sieht.

Die Nettoverschuldung wurde von 303,8 auf 264,8 Mio. Euro zurückgefahren. Die Eigenkapitalquote bezifferte der Vorstandsvorsitzende mit 37,7 Prozent (2011: 38,1%).

Zellkultivierung im biopharmazeutischen Prozess.

Von einem „rundum erfolgreichen Jahr 2012“ sollen auch die Aktionäre profitieren. Vorstand und Aufsichtsrat wollen der Hauptversammlung am 18. April in der Göttinger Lokhalle eine Dividendenerhöhung um 17 Prozent vorschlagen. Das ist die vierte Erhöhung in Folge, berichtete Petra Kirchhoff, Leiterin der Konzern-Kommunikation.

Seit Mitte 2012 ist Sartorius im TecDax gelistet. Unter den 30 größten börsennotierten Technologiewerten belegen die Göttinger Platz 12. Der Börsenwert der AG liegt bei 1,5 Mrd. Euro, der Börsenwert des Sartorius-Konzerns bei 1,8 Mrd. Euro, berichtete der Kreuzburg.

Zu den Meilensteinen des abgelaufenen Geschäftsjahres rechnet der Vorstand den Ausbau des Umsatzanteils in den USA von 20 auf 23 Prozent (rund 200 Mio. Euro) ebenso wie den Umsatzanstieg im Wachstumsmarkt Asien auf 24 Prozent. Vor allem in Nordamerika sieht Kreuzburg noch „erhebliche Wachstumsmöglichkeiten“.

Hier wollen die Göttinger weiter zulegen. Für 2013 prognostiziert der Vorstand ein Umsatzwachstum von 9 bis 12 Prozent.

2012 hat die Suche nach einem Käufer für die Sparte Industrial Weighing begonnen. Man sei noch zu keinem Abschluss gekommen, bestätigte Kreuzburg gestern. Interessenten für den Bereich mit 600 Beschäftigten bundesweit und 70 davon in Göttingen gebe es genug.

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