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Regional Sartorius wächst weiter rasant
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16:17 31.01.2018
Sartorius wächst auch 2017 beinahe zweistellig: Der Göttinger Pharma- und Laborzulieferer – hier ein Foto von einer Medikamentenproduktion mit Sartorius-Produkten – erzielt ein Umsatzplus von 9,3 Prozent. . Quelle: peter ginter
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Göttingen

„Sartorius hat 2017 seinen profitablen Wachstumskurs erfolgreich fortgesetzt, zwei strategisch wichtige Akquisitionen getätigt, sein sehr umfangreiches Investitionsprogramm weiter vorangetrieben und in erheblichem Umfang zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen“, sagt Joachim Kreuzburg. Der 52-Jährige ist seit dem 1. Mai 2003 Konzernchef des international führenden Technologiepartners der biopharmazeutischen Industrie und Forschung. In der Laborsparte habe Sartorius mit dem Eintritt in das Geschäftsfeld Bioanalytik ein neues Kapitel aufgeschlagen und ein erheblich höheres Wachstums- und Margenniveau erreicht. Auch das Bioprozess-Geschäft habe trotz einiger temporär dämpfender Effekte gegenüber einer nach zwei extrem starken Jahren sehr hohen Vergleichsbasis erneut zugelegt, so Kreuzburg weiter, der betont: „Für 2018 haben wir uns weiterhin deutliches profitables Wachstum, umfangreiche Investitionen in Innovationen und Kapazitäten und die Schaffung zusätzlicher Arbeitsplätze vorgenommen.“

Der Pharma- und Laborzulieferer präsentierte die vorläufigen Zahlen am Mittwoch. Demnach stieg der Umsatz deutlich um 9,3 Prozent von 1,3 Milliarden Euro 2016 auf 1,404,6 Milliarden Euro. Damit hat Sartorius seinen Umsatz in den vergangenen sechs Jahren beinahe verdoppelt, denn 2011 wies der Konzern noch einen Umsatz von 733 Millionen Euro aus. Mit dem wechselkursbereinigten Umsatzplus von 9,3 Prozent in 2017 bewegte sich der Konzern im Rahmen der vom Vorstand 2016 prognostizierten 8 bis 12 Prozent Umsatzsteigerung. Der operative Gewinn stieg im Berichtszeitraum „trotz ungünstiger Währungseinflüsse“ um 8,5 Prozent auf 353,2 Mio. Euro und die entsprechende Marge erhöhte sich leicht auf 25,1 Prozent (Plus 0,1 Prozent). Der maßgebliche Konzernnettogewinn stieg um 8,6 Prozent von 132,6 Mio. Euro auf 144,0 Mio. Euro. Der Gewinn je Stammaktie betrug 2,10 Euro (Vorperiode 1,93 Euro) und je Vorzugsaktie 2,11 Euro (Vorperiode 1,94 Euro).

Trend soll sich 2018 fortsetzen

Sartorius blickt positiv auf das Geschäftsjahr 2018. Der Konzern rechnet für das laufende Jahr erneut mit deutlichem, profitablem Wachstum. Die Unternehmensleitung erwartet ein Umsatzwachstum von etwa 9 bis 12 Prozent und einen Anstieg der operativen EBITDA-Marge um etwa einen halben Prozentpunkt gegenüber dem Vorjahreswert von 25,1Prozent. Die EBITDA-Marge spiegelt das Verhältnis des betrieblichen Ergebnisses vor Abschreibungen EBITDA (Gewinn vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen auf Sachanlagen und Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände) zum Umsatz wider. Die Investitionsquote wird mit rund 15 Prozent etwa auf Höhe des Vorjahres liegen.

Mit Blick auf die Sparten geht die Unternehmensleitung für Bioprocess Solutions von einem Umsatzwachstum von etwa 8 bis 11 Prozent und einem Anstieg der operativen EBITDA-Marge um etwa einen halben Prozentpunkt aus (Vorjahr 28,0 Prozent). Für die Sparte Lab Products & Services rechnet Sartorius mit einem Umsatzzuwachs von etwa 12 bis 15 Prozent und einer Steigerung der operativen Marge um etwa einen Prozentpunkt (Vorjahr 18,0 Prozent).

Starke Zahlen legte Sartorius auch in Bezug auf die Anzahl der Beschäftigten hin. Zum Jahresende 2017 hatten weltweit 7501 Menschen beim Göttinger Pharma- und Laborzulieferer einen Arbeitsvertrag unterschrieben. Das sind 590 Menschen mehr als im Vorjahr (Plus 8,5 Prozent). Davon kamen 214 Mitarbeiter im Zuge der Firmenzukäufe (Essen Bio Science und Umetrics) ins Unternehmen. Allein am Standort Göttingen sind mehr als 2700 Menschen beschäftigt.

Wie der Konzern mitteilte, trugen alle Regionen zur guten Geschäftsentwicklung bei. Am stärksten expandierte Sartorius erneut im Raum Asien/Pazifik. Dort erwirtschaftete das Unternehmen ein Plus von 22,5 Prozent auf 344,6 Mio. Euro. Die Region Europa/Naher Osten/Afrika (EMEA) wuchs um 6,8 Prozent auf 604,5 Mio. Euro. In der Region Amerika, in der Sartorius in den vergangenen Jahren besonders stark zugelegt hatte, erhöhte sich der Umsatz im Vorjahresvergleich um 3,5 Prozent auf 455,5 Mio. Euro.

Die wesentlichen Bilanz- und Finanzkennziffern des Konzerns lägen auch nach den beiden im Jahr 2017 getätigten Akquisitionen weiterhin auf einem soliden Niveau, teilte der Konzern mit. So belief sich die Eigenkapitalquote zum Ende des Berichtszeitraums auf 35,1%, der dynamische Verschuldungsgrad auf 2,5 Prozent (2016: 42,0 und 1,5).

Die Investitionen erhöhten sich im Berichtsjahr aufgrund des umfangreichen Ausbaus der weltweiten Infrastruktur von 152,1 Mio. Euro auf 209,4 Mio. Euro. Das entspricht einer Quote von 14,9 Prozent bezogen auf den Umsatz (2016: 11,7 Prozent).

Von Mark Bambey

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