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Sartorius will 25 Millionen Euro einsparen

Hauptversammlung Sartorius will 25 Millionen Euro einsparen

Die letzte Daimler-Aktionärsversammlung war von einer Performance-Gruppe zum Theaterstück erklärt worden. Übertragen auf  die Sartorius AG lässt sich von einem soliden Drei-Akter, angesiedelt in schwierigen Zeiten, mit Paukenschlag im Mittelteil sprechen: Der schlechte Start der Mechatroniksparte ins neue Jahr zieht Einsparungen nach sich – Entlassungen inklusive.

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„Solide Ergebnisse in einem schwierigen Umfeld“: So beschrieb Vorstandsvorsitzender Kreuzburg (r. ) die Zahlen für 2008.

Quelle: Mischke

Die Zahlen für das Jahr 2008, die der Vorstandsvorsitzende Joachim Kreuzburg den 400 Teilnehmern der 19. Hauptversammlung der Sartorius AG darlegte, zeugten von einem „soliden operativen Ergebnis“ des Konzerns, da waren sich Vorstand und Anteilseigner einig. Auch wenn Kreuzburg einräumte: „Wir hatten uns mehr vorgenommen, für beide Sparten.“ 

Doch wurde bei den aktuellen Zahlen deutlich, dass Sartorius derzeit auf zwei ungleichen Beinen steht: Während die Biotech-Sparte für das erste Quartal 2009 gut dasteht (Umsatz: +6,6 %), hinkt das zweite Standbein des Konzerns zunehmend. Die Mechatronik verlor in den ersten drei Monaten 2009 stark. Die Bestellungen gingen um 18,9 Prozent zurück, der Umsatz sackte um 15,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr ab. Als Gründe nannte Kreuzburg die weltweite Rezession, die sich in diesem Segment stark auswirke. „Spätestens 2010 wollen wir mit der Mechatronik in die Gewinnzone zurück“, gab er als Ziel aus. 

Dazu bedürfe es eines Sparpaketes. 20 Mio. Euro wolle man 2009 weltweit beim Personal in dieser Sparte sparen, 5 Mio. bei den Sachkosten. Einschnitte, die auch Göttingen treffen, wie Sartorius-Sprecherin Petra Kirchhoff bestätigte. „Ein Großteil der Beschäftigten in diesem Bereich ist hier angesiedelt.“ Doch handele es sich bisher um eine allgemeine Sparvorgabe des Vorstandes. Wie sie umgesetzt wird, werde mit dem Betriebsrat geklärt. „Die Verhandlungen beginnen jetzt“, so Kirchhoff. Es stünden verschiedene Instrumente zu Verfügung: Altersteilzeit, variable Entgelte, aber auch Entlassungen. 

Eine quantitative Prognose für das laufende Jahr wollte der Vorstand nicht geben. Die Zeiten seien einfach zu unsicher, gab Kreuzburg zu bedenken. Die entspannenden Panflötenklänge, die die Lokhalle vor Beginn der Veranstaltung durchwehten, taten aber ihre Wirkung. – Die Aktionäre stimmten der im Vergleich zum Vorjahr rückläufigen Dividende (40 Cent/Stammaktie und 42 Cent/Vorzugsaktie gegenüber 68 Cent/66 Cent 2008) zu.

Von Erik Westermann

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