Menü
Göttinger Tageblatt / Eichsfelder Tageblatt | Ihre Zeitung aus Göttingen
Anmelden
Regional Sartorius will Umsatz bis 2025 fast verdreifachen
Nachrichten Wirtschaft Regional Sartorius will Umsatz bis 2025 fast verdreifachen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:35 24.02.2018
Konzernchef Joachim Kreuzburg. Quelle: pfoertner_s
Göttingen

 „Unser strategischer Fokus liegt auf dem Biopharma-Markt. Er ist besonders attraktiv“, sagte Kreuzburg während der Bilanzpressekonferenz im Sartorius College und betonte: „Es ist unser Thema, unseren Kunden dabei zu helfen, Medikamente schneller, sicherer und günstiger zu entwickeln sowie zu produzieren.“ Rund zwei Drittel des Wachstums, so der Plan der Unternehmensführung, werde organisch erreicht, also intern aus dem Betrieb heraus erwirtschaftet. Das andere Drittel will der international führende Technologiepartner der biopharmazeutischen Industrie und Forschung durch den Zukauf (Akquisition) von Unternehmen erreichen. Die operative EBITDA-Marge steigt nach Plan des Vorstands bis 2025 auf rund 28 Prozent. Die EBITDA-Marge spiegelt das Verhältnis des betrieblichen Ergebnisses vor Abschreibungen zum Umsatz wider.

 Die enormen Wachstumschancen und Entwicklungspotenziale für Sartorius sehen Kreuzburg und seine Vorstandskollegen aufgrund einer wachsenden und alternden Bevölkerung, eines verbesserten Zugangs zu Medikamenten in Schwellenländern, eines rasch expandierenden Marktes für Nachahmerprodukte von Biologika, aber auch ganz neu entstehender, zum Beispiel zellbasierter Therapieoptionen. Der Konzernvorstand gehe von einer kontinuierlich steigenden Nachfrage nach biopharmazeutisch hergestellten Medikamenten aus. Das jährliche Wachstum des Biopharmamarktes wird bis 2025 mit etwa 8 Prozent beziffert.

 Eine zunehmend wichtigere Rolle werde der asiatische Markt spielen. „Vor allem der Markt in China gewinnt an Bedeutung“, unterstrich Kreuzburg. Es wird aber auch ein überdurchschnittliches Wachstum im wichtigen US-Markt prognostiziert. Sartorius habe sich mit beiden Sparten als globaler, strategischer Partner der Biopharmabranche positioniert. Von diesen Trends solle nachhaltig profitiert werden. Das Produkt-Portfolio sei breit und innovativ. „Es ist etwa viermal so breit wie vor zehn Jahren“, beschreibt der 52-Jährige. Aufgrund des frühzeitigen Ausbaus der Produktionskapazitäten sei der Konzern auf weiteres Wachstum gut vorbereitet. Neben der 500 Millionen Euro umfassenden Investition in die neue Firmenzentrale am Standort im Göttinger Gewerbegebiet Grone gibt es in Puerto Rico ein weiteres Großprojekt. In Yauco wird die Produktionsfläche verdoppelt.

Vorläufige Zahlen 2017 bestätigt

 Mit Blick auf das abgeschlossene Jahr 2017 konnte Kreuzburg die im Januar veröffentlichten vorläufigen Zahlen bestätigen. Der Umsatz wuchs mit einem deutlichen Plus von 9,3 Prozent in konstanten Wechselkursen auf 1,404 Milliarden Euro. Der operative Gewinn stieg auf 353,2 Mio. Euro (plus 8,5 Prozent). Die entsprechende Marge erhöhte sich leicht von 25,0 auf 25,1 Prozent. Der maßgebliche Konzernnettogewinn stieg 132,6 Mio. Euro auf 144,0 Mio. Euro (plus 8,6 Prozent). Das Jahr sei von „ungünstigen Währungseinflüssen“ geprägt.

 Positiver Ausblick für das Geschäftsjahr 2018

Mit Blick auf das laufende Geschäftsjahr rechnet Sartorius erneut mit deutlichem, profitablem Wachstum und sehe sich damit auf Kurs, seine bisherigen für das Jahr 2020 festgelegten Mittelfristziele zu erreichen. So erwartet die Unternehmensleitung ein Umsatzwachstum von etwa 9 bis 12 Prozent und einen Anstieg der operativen EBITDA-Marge um etwa einen halben Prozentpunkt gegenüber dem Vorjahreswert von 25,1 Prozent. Die Investitionsquote wird mit rund 15 Prozent etwa auf Höhe des Vorjahres liegen.

 Bis 2025 sollen im Durchschnitt jährlich etwa 1000 Mitarbeiter gewonnen werden. „Wir werden dann in 2025 etwa 15000 Mitarbeiter haben. Die Belegschaft hat dabei einen tollen Mix. In Göttingen wollen wir auch weiter wachsen, allerdings leicht unterproportional. Ich gehe davon aus, dass Sartorius 2025 in Göttingen etwa 3000 Mitarbeiter hat. Also etwa 500 mehr als heute“, skizzierte Kreuzburg zum Ende der Bilanzpressekonferenz. Der Konzernchef verließ das College mit einem zufriedenen Lächeln auf dem Gesicht und schritt beschwingt zum Folgetermin Kapitalmarkttag in der Konzernzentrale.

Von Mark Bambey

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!
Göttingen Neues Getränk des Bionade-Erfinders - Kowalskys neue Energie

Peter Kowalsky ist mit seiner Bionade in die deutsche Firmengeschichte eingegangen. Jetzt hat ein neues Erfrischungsgetränk erfunden. Die Weltpremiere fand beim Göttinger Marketing-Club statt.

22.02.2018

Christoph Gieseler und Bent Friebe haben die besten Prüfungsergebnisse zum Kraftfahrzeugmechatroniker abgelegt. Aus den Händen von Obermeister Pasquale Perriello und dem Prüfungsausschuss haben die Auszubildenden ihre Gesellenbriefe, Fachrichtung Pkw, entgegengenommen.

11.03.2018

Implantierbare Sonden zur Steuerung von Nervenzellen mit Licht entwickelt ein fünfköpfiges Team in Göttingen und Chemnitz. Die Wissenschaftler und Kaufleute, die vom Bund in den kommenden zwei Jahren mit 1,4 Mio. Euro gefördert werden, wollen bis 2019 die Firma „OptoGenTech“ gründen.

11.03.2018