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Regional Prof. Schumann GmbH feiert mit 200 Gästen
Nachrichten Wirtschaft Regional Prof. Schumann GmbH feiert mit 200 Gästen
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14:15 25.09.2017
Dr. Martina Städtler-Schumann und Prof. Dr. Matthias Schumann. Quelle: Bänsch
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Göttingen

„Mit drei Beschäftigten habe ich 1997 angefangen, aktuell sind mehr als 100 Mitarbeiter für mich tätig“, sagt die Geschäftsführerin, Martina Städtler-Schumann. 80 Prozent der Beschäftigten seien Akademiker, der Rest Fachinformatiker, von denen das Unternehmen die meisten selbst ausgebildet habe. Kontinuierlich und aus eigener Kraft wachse die Firma, die an der Weender Landstraße 21/23 über 1400 Quadratmeter Bürofläche verfüge.

„Unsere ersten Kunden waren Kreditversicherungen, bei denen sich Unternehmen gegen Forderungsausfälle versichern können“, berichtet die promovierte Wirtschaftswissenschaftlerin. Auf der Basis von Daten, die Wirtschaftsauskunftsteien anbieten würden, sowie aus Informationen, die ein Unternehmen mit der Zeit selbst über das Zahlungsverhalten von Firmen sammele, bestimme die Software das Risiko von Kreditausfällen.

„Die Geschäftsidee stammt von mir“, erklärt der Namensgeber des Unternehmens, Prof. Matthias Schumann. Städtler-Schumanns Ehemann lehrt an der Universität Göttingen Wirtschaftsinformatik und berät seine Frau bei der strategischen Weiterentwicklung des Unternehmens.

Bereits 1998 bot die Göttinger Firma ihre Software auch Unternehmen der Industrie, des Handels und des Finanzdienstleistungsgewerbes an. Auch dort bestimmt die Software die Kreditwürdigkeit von Geschäftskunden. Sie gibt Empfehlungen zu den Zahlungskonditionen: auf Rechnung, gegen Barzahlung oder auf Vorkasse.

„Zu unseren 300 Kunden gehören auch Anbieter von Tankkarten, Baumärkte, bei denen Handwerker einkaufen, oder Firmen im Autoleasinggeschäft“, führt die Geschäftsführerin aus. Finanzdienstleister nutzen die Software, um Auflagen der Finanzaufsicht zur Verhinderung von Geldwäsche zu erfüllen.

„Wir verkaufen Standardlösungen, die wir auf Wunsch auf die Bedürfnisse des Kunden zuschneiden können“, berichtet Städtler-Schumann. Mitarbeiterteams setzten das in Projekten um.

„Zwei Drittel unserer Kunden haben ihren Sitz in Deutschland, sind aber oft weltweit tätig“, so die Unternehmerin. Besondere Vertriebsschwerpunkte im Ausland seien Großbritannien und Russland, Österreich und die Schweiz. Eingesetzt würden die Göttinger Produkte von Shanghai bis Mexiko-Stadt.

„Seit einigen Jahren verkaufen unsere Kunden ihre Produkte verstärkt online“, nennt Städtler-Schumann einen Trend. Die Göttinger Software gebe innerhalb von drei, in Einzelfällen auch mal zehn Sekunden nach Eingang eines Auftrags eine Empfehlungen zu den Zahlungskonditionen ab. Der Kunde merke nichts von der Prüfung. Unternehmen würden zudem verstärkt die Dienstleistung, nicht mehr das Produkt kaufen. Sie wollten die Software nicht mehr auf ihre Rechner aufspielen, sondern in einer Cloud auf sie zugreifen können.

Von Michael Caspar

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