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Markige Forderungen an die Politik

Sommerfest Markige Forderungen an die Politik

Rund 600 Vertreter aus Politik und Wirtschaft trafen sich an der Sternwarte Göttingen zum jährlichen Sommerfest der südniedersächsischen Wirtschaft. Gesprächsthema war vor allem die anstehende Bundestagswahl.

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Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Andreas Gliem mit den Bundestagsabgeordneten Fritz Güntzler und Thomas Oppermann (v. l.).

Quelle: Christoph Mischke

Göttingen. Die Kreishandwerkerschaft Südniedersachsen hat in diesem Jahr die Federführung bei der Organisation für das Sommerfest übernommen - eine Gemeinschaftsveranstaltung der Kreishandwerkerschaft zusammen mit der Industrie- und Handelskammer Hannover sowie dem Arbeitgeberverband Mitte. Das Team rund um den Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Andreas Gliem hatte im Vorfeld alle Hände voll zu tun. Die Sternwarte und das Restaurant Planea boten einen würdigen Rahmen für ein geselliges Beisammensein und viele interessante Gespräche.

Gekommen waren neben der Präsidentin der Universität Göttingen Prof. Ulrike Beisiegel als Gastgeberin, Landrat Bernhard Reuter sowie dem Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler viele gestandene Unternehmer aus der Region. Zudem hatten sich mit dem Bundestagsfraktionsvorsitzenden der SPD, Thomas Oppermann, sowie dem Mitglied des Bundestages Fritz Güntzler (CDU) prominente Gäste aus der Bundespolitik angesagt.

Weniger Bürokratie und gute Rahmenbedingungen

Kreishandwerksmeister Christian Frölich nutzte diese Gelegenheit und richtete einen Appell sowie markige Forderungen an die Vertreter aus der regionalen Wirtschaft und natürlich an die anwesenden Bundestagskandidaten. „Schaffen Sie für uns als diejenigen, die für Arbeitsplätze und Steueraufkommen sorgen, Rahmenbedingungen, mit denen wir sinnvoll handeln können“, sagte Frölich. Er machte sich stark für weniger Vorschriften auf Bundesebene. „Sorgen Sie für offene Märkte und engagieren Sie sich gegen nationale Abschottung, sorgen Sie aber bitte auch dafür, dass die Europäische Union sich nicht verselbstständigt und uns mit irrsinnigen Verordnungen und Richtlinien, die in Deutschland gerne zu 110 Prozent umgesetzt werden, überfrachtet”, betonte der Kreishandwerksmeister.

Das Potenzial der Bürokratiebremse („One in, one out-Regel“)werde aus Sicht der Handwerkerschaft nicht ausreichend genutzt. Diese Maßnahme der Bundesregierung, die im Jahr Dezember 2014 beschlossen wurde, besagt, dass neue Belastungen nur in dem Maße eingeführt werden dürfen, wie bisherige Belastungen abgebaut werden. Sie gilt für alle Vorhaben der Bundesregierung seit Januar 2015. „Stellen Sie in Ihrem politischen Handeln grundsätzlich die Frage voran, welche Auswirkungen es auf die Arbeitsplätze in mittelständischen Betrieben hat und ob das Handeln den bürokratischen Aufwand erhöht”, so Frö-lich. Hier müsse aus Sicht der Handwerkerschaft eine konsequentere Gesetzesfolgenabschätzung durchgeführt werden.

Frölich forderte zudem von der Bundespolitik ein klares Bekenntnis zur dualen Ausbildung und finanzielle Unterstützung für berufliche Aus- und Weiterbildung in gleicher Weise, wie dies für akademische Ausbildung geschehe. „Hier besteht weiterhin ein gravierender Unterschied in der gesellschaftlichen Wahrnehmung, der dringend entkräftet werden muß”, mahnte Frölich. Die Wettbewerbsfähigkeit des Mittelstandes hänge wesentlich von der beruflichen Bildung im Rahmen der dualen Ausbildung ab. Auch die Infrastruktur war ein Thema: „Sorgen Sie für eine flächendeckende digitale Infrastruktur mit leistungsstarken Breitbandnetzen, und verstetigen Sie die Investitionen in die Verkehrswege”, so Frölichs Forderung. Die Wirtschaft benötige eine leistungsfähige digitale Infrastruktur und für Güter und Leistungen auch ein leistungsfähiges Verkehrsnetz - eine intakte Infrastruktur diene dem Erhalt der Attraktivität der Region und damit der Sicherung der Arbeitsplätze.

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