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Regional Sparkasse Göttingen toppt Bilanzsummen-Rekordjahr 2017
Nachrichten Wirtschaft Regional Sparkasse Göttingen toppt Bilanzsummen-Rekordjahr 2017
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17:09 11.01.2019
Der Sparkassen-Vorstandsvorsitzende Rainer Hald und sein Team präsentieren ein starkes 2018er-Ergebnis. Quelle: Hinzmann
Göttingen

„Mich freut besonders, dass sich unsere Strategie nun schon im dritten Jahr in Folge bewährt. Statt eines Spar– und Schrumpfungskurses setzen wir auf hochqualifizierte Beratung, kundenorientierten Service, den Ausbau unserer Vertriebskanäle und die Förderung der Mitarbeiter“, sagte Hald am Freitagmittag in den Räumen des neuen Sparkassen-Forums an der Groner Landstraße. Dabei bezeichnete er die Sparkasse mit ihren Zahlungen in Höhe von mehr als 9 Mio. Euro als einen der verlässlichsten Steuerzahler. 80 Mitarbeiter arbeiten bereits in der neuen Hauptstelle.

Aktuell beschäftige die Sparkasse 548 Mitarbeiter

Der Umzug des restlichen, noch in den Räumen am Markt arbeitenden Belegschaft soll Ende des ersten Quartals erfolgen. Ein kapitaler Wasserschaden hatte die für Spätherbst 2018 terminierten Umzugspläne platzen lassen. Aktuell beschäftige die Sparkasse 548 Mitarbeiter. Das sind neun weniger als 2017. Hald betonte allerdings, dass derzeit mehr als zehn Stellen noch nicht besetzt seien.

Gewinn wächst auf 5,5 Mio. Euro an

Das Göttinger Finanzinstitut legte im Vergleich zum Bilanzsummen-Rekordjahr 2017 noch einmal zu. Der Wert wurde um 9,3 Prozent von 3,1 auf nun 3,4 Mrd. Euro gesteigert. Damit belege die Sparkasse Göttingen weiterhin einen Spitzenplatz in Niedersachsen. Höher als 2017 fiel auch der Gewinn aus. Nach 5,4 Millionen Euro sind im 2018er-Zahlenwerk 5,5 Mio. Euro verzeichnet.

Betriebsergebnis sinkt, ist aber höher als prognostiziert

Das gesamte Geschäftsvolumen einschließlich der bei den Verbundunternehmen unterhaltenen Kundenguthaben und Wertpapierdepots sei binnen Jahresfrist um 6 Prozent auf 4,5 Mrd. Euro gesteigert worden. Mit einem Betriebsergebnis von mehr als 22 Mio. Euro habe die Sparkasse den zu Beginn des Geschäftsjahres prognostizierten Wert sogar leicht übertroffen. Allerdings blieb es hinter dem 2017er-Ergebnis zurück (24,4 Mio. Euro).

„Gutes Darlehensneugeschäft“

Das „gute Darlehensneugeschäft“ von rund 470 Mio. Euro (mit Prolongationen etwa 670 Mio. Euro) habe die Grundlage für ein starkes Kreditwachstum gebildet. Dadurch sei es gelungen, das Kundenkreditvolumen „trotz hoher Tilgungen“ um 5,5 Prozent auf knapp 2,7 Mrd. Euro zu steigern. Ein Wachstum von 10,4 Prozent auf mehr als 230 Mio. Euro belege, dass die Kundeneinlagen im vergangenen Jahr erneut deutlich zugenommen haben (2,5 Mrd. Euro). In der positiven Entwicklung bei Einlagen und Krediten zeige sich die gute realwirtschaftliche Verbindung der Sparkasse Göttingen mit den Menschen und Unternehmen in Stadt und Landkreis.

Sparkasse Göttingen wächst von Jahr zu Jahr“

Hald und Steffen-Peter Horn, Vorstandsvertreter in herausgehobener Position, präsentierten die Zahlen nicht „ganz ohne Stolz“. Beide betonten mehrfach, dass die Ergebnisse bei Geldanlage, Kredit und Immobilienverkauf trotz der schwierigen Marktbedingungen wie anhaltender Niedrigzinsphase, technologischem Wettbewerb und regulatorischer Auflagen insgesamt stark seien. „Die Sparkasse Göttingen wächst von Jahr zu Jahr. Mit unserem Wachstumskurs haben wir Weitblick bewiesen und können durch das Ergebnis des vergangenen Jahres unsere Position erneut stärken. Wegen der weiter steigenden Anforderungen der Regulierungsvorschriften für Banken und Sparkassen – insbesondere der Eigenkapitalanforderungen – ist das nach wie vor von entscheidender Bedeutung“, betonte Hald.

Sparkassen-Strategie laute Omnikanal

Welch ein Kraftakt die Digitalisierung für die Belegschaft der Sparkasse darstellt, skizzierten Horn und Hald sehr plastisch. Die Sparkassen-Strategie laute dabei Omnikanal. Im Gegensatz zum Multikanal-Banking, das ein Nebeneinander verschiedener Zugangswege wie Filiale, Online-Banking oder Telefon und dabei auch verschiedene Ansprechpartner bedeute, seien beim Omnikanal-Banking sämtliche Dienstleistungsangebote vernetzt und personalisiert. „Das heißt, dass ein Kunde nicht nur die Sparkasse über alle Kommunikationskanäle erreicht, sondern dass er auch immer seinen vertrauten Berater ansprechen kann“, sagte Hald. Horn betonte: „Der Kunde entscheidet, auf welchem Weg er mit uns in Kontakt treten will. Er kann alle Bankgeschäfte schnell und unkompliziert abschließen.“

Mitarbeiter werden umfangreich geschult

Aus diesem Modell ein Erfolgsmodell zu machen, gelinge nur durch die Mitarbeiter, die umfangreich geschult werden. „Wir haben 2018 bereits einen siebenstelligen Betrag investiert, und das machen wir auch 2019“, sagte Hald und skizzierte weiter: „Aktuell laufen Schulungen, diese sind sehr umfangreich. Allein am Sonnabend werden 100 Mitarbeiter aus dem Vertrieb hier im Sparkassen-Forum geschult. Der Umfang der Schulungen beträgt mindesten drei Arbeitstage.“

Von Mark Bambey

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