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Stress am Arbeitsplatz bekämpfen

Asklepios-Auszubildende belegen dritten Platz Stress am Arbeitsplatz bekämpfen

Drei Göttinger Krankenpflegeschülerinnen der Asklepios Psychiatrie Niedersachsen haben dem Stress bei der Arbeit den Kampf angesagt. Mit Entspannungs- und Bewegungsübungen rücken sie dem Übel auf den Grund - und gewannen dafür sogar einen Preis.

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Quelle: MAH

Göttingen. „Immer weniger Personal, mehr Arbeit und zunehmendem Zeitdruck sorgen auf den Stationen für Stress“, berichtet Jacqueline Baumbach (22), eine der drei Krankenpflegeschülerinnen der Asklepios Psychiatrie. Darunter litten bereits die Auszubildenden der Klinik, die insgesamt 1000 Mitarbeiter beschäftigt. Das belege eine Umfrage, die die Auszubildenden unter den 75 Pflegeschülern der drei Ausbildungsjahre durchgeführt haben. Ungesund sei dabei besonders die Art, wie Gleichaltrige mit diesem Stress umgingen. Drei Viertel rauchten. Viele äßen, um sich zu beruhigen. Nur jeder fünfte treibe Sport.

„Diese Zahlen erschrecken“, kommentiert Gustav Süszer (62), der das Bildungszentrum der Klinik leitet und zudem ihr Präventionsbeauftragter ist. Er gewann die drei Krankenpflegeschülerinnen für die Teilnahme an dem bundesweiten Wettbewerb der Barmer GEK „Gesunde Pflege beginnt in der Pflegeausbildung“.

Ein Jahr lang überlegten Baumbach, Elvira Hiebert (25) und Josepfin Hoppmann (25), wie sich der Stress mit einfachen Mitteln mindern ließe. Sie befassten sich mit Entspannungsmethoden wie der Progressiven Muskelrelaxation nach Edmund Jacobson, lernten Übungen, bei denen sie bewusst tief atmeten, suchten nach Sportarten, die nicht aggressiv und wettbewerbsorientiert sind.

In drei Workshops und in Vorträgen gaben sie ihr Wissen weiter, ermunterten die Teilnehmer, eigene Grenzen zu erkennen und bei der Verteilung der Arbeit auch mal „Stopp“ zu sagen. „90 Prozent der Teilnehmer sagten hinterher, dass sie etwas gelernt hätten“, berichtet Hiebert.

Die drei belegten mit ihrem Projekt „Move Guide – Wir machen euch fit“ beim Wettbewerb den dritten Platz, nach Teams von Raiffeisen Westfalen-Lippe und der Lufthansa. Das sorgte auch unter den 150 Asklepioskliniken für Aufmerksamkeit. „Sie wollen mehr wissen“, freut sich Süszer. bm

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