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00:19 03.02.2018
Dr. Eva Stüber vom Institut für Handelsforschung referiert über die Digitalisierung im Handel. Quelle: Swen Pförtner
Göttingen

Fakt ist: Fortschreitende Digitalisierung führt zu weitreichenden Veränderungen im Groß- und Einzelhandel. Ziel des Projektes DiHa 4.0 ist es, in Südniedersachsen Unterstützungsstrukturen für kleine und mittelständische Handelsunternehmen zu den Themen Digitalisierung sowie Aus- und Weiterbildung aufzubauen. Projektpartner der VHS sind das Soziologische Forschungsinstitut Göttingen (Sofi) und die GWG Gesellschaft für Wirtschaftsförderung und Stadtentwicklung Göttingen.

Impressionen von der „DiHa 4.0“-Auftaktveranstaltung im Freizeit In

Im Mittelpunkt der knapp zweieinhalbstündigen Veranstaltung stand der Vortrag von Dr. Eva Stüber vom Institut für Handelsforschung in Köln. Detailliert gab sie Einblicke in aktuelle Trends der Digitalisierung im Handel. Mit fundierten Zahlen belegte sie den stetig wachsenden Anteil des Onlinehandels. An Beispielen wie „Scan and Go“ bei Globus oder der Erlebniswelt von Globetrotter in Köln zeigte sie, wie der stationäre Handel von der Digitalisierung profitieren kann. Unabdingbar sei es für jeden Handelsbetrieb, die Sichtbarkeit im Netz zu garantieren. „Was früher der Eintrag im Branchenbuch war, ist heute die Sichtbarkeit bei Google“, sagte Stüber und betonte: „Der Online-Handel trägt nicht die alleinige Schuld an den Verlusten des stationären Handels, es ist vielmehr die Nichtanpassung an veränderte Kundenwünsche.“ Ihren Vortrag fasste sie in vier konkrete Handlungsvorgaben für Einzelhändler um:

– Bleiben Sie am Ball, Kundenwünsche ändern sich schnell.

– Der Handel muss immer da sein, wo die Kunden sind. Mit Online-Angeboten können Sie Ihre Zukunft sichern.

– Stärken Sie Ihre Stärken, und zeigen Sie sich offen. Prüfen Sie den sinnvollen Einsatz von Digitalisierung.

– Das Personal kann Ihr Schlüssel zum Erfolg sein

Grußworte gab es von Lisa Rotthowe vom Bundesinstitut für Berufsbildung und Martin Rudolph von der IHK Hannover. Rudolph betonte, dass das Internet dem Kunden immer mehr Macht verleihe. Alle Lebensbereiche würden von der Digitalisierung erfasst. Die Einzelhändler sollten die Möglichkeit nutzen, die sich ihnen durch dieses sehr gute Projekt böten. Rotthowe skizzierte das Jobstarter-Plus-Projekt. Seit 2006 seien mehr als 430 Projekte gefördert worden. Stolz könne DiHa 4.0 darauf sein, dass es von derzeit 20 Projekten das einzige sei, das sich mit dem Handel beschäftige.

Aktuell führt das Sofi eine Erhebung durch. Ziel sei es, 30 bis 40 Experteninterviews zu führen. Diese sollen Ende April/Anfang Mai vorgestellt werden. Maja Eidmann-Bluhm und Heike Jansen, die das Projekt zuletzt schon bei einer Veranstaltung bei Pro-City vorgestellt hatten, betonten, dass sie ab sofort bei Fragen zur Verfügung stehen. Kleine Anfragen würden ebenso beantwortet wie länger dauernde Prozesse.

Infos: handel-wird-digital.de

Von Mark Bambey

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