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Südniedersachsen soll Bioenergie-Region werden

Pilotprojekt Südniedersachsen soll Bioenergie-Region werden

Eon Mitte und C4 Energie haben die Biogasanlage im Gewerbepark Hardegsen in Hevensen offiziell in Berieb genommen. Mit einem symbolischen Knopfdruck hat Niedersachsens Umweltminister Hans-Heinrich Sander 200 Gästen den Startschuss gegeben.

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Jahresleistung in Hevensen: 45 Millionen kWh Rohbiogas.

Quelle: Mischke

„Hier in Hardegsen ist weltweit etwas Besonderes entstanden“, sagte Olaf Bockholt vom Betreiber C4 Energie. Bis es zur Vollendung des vor drei Jahren geplanten Projektes kam, müssten duchaus auch Schwierigkeiten überwunden werden, wie Wolf Hatje (Eon Mitte), Hardegsens Bürgermeister Dieter Sjuts  schilderten.

„Wir wollen den Landkreis Northeim und ganz Südniedersachsen in eine Bioenergie-Region verwandeln“, kündigte Wickmann an. In Niedersachsen würden zwar bereits 700 Biogasanlagen betrieben, sagte der niedersächsische Minister für Umwelt und Klimaschutz Hans-Heinrich Sander. Allerdings sei die Anlage in Hevensen erst die vierte, die das erzeugte Biogas direkt ins Erdgasnetz einspeise. Vor dem Hintergrund der immer unsicher werdenden internationalen  Energieversorgungslage maß Sander dem Hardegser Pilotprojekt große Bedeutung zu. Mit einem Anteil von 30 Prozent an der gesamten Leistung von Biogasanlagen in Deutschland stünde Niedersachsen an der Spitze der Stromproduktion aus Biogas. 

„Ende 2007 hatten rund 650 niedersächsische Anlagen insgesamt eine elektrisch installierte Leistung von etwa 350 Megawatt. Sie erzeugen damit circa zwei Millionen Megawattstunden Strom im Jahr und decken derzeit einen Anteil von fast vier Prozent des niedersächsischen Strombedarfs.“ Ziel in Deutschland sei es, bis 2030 zehn Milliarden Kubikmeter Erdgas durch Biomethan zu ersetzen. Dies erfordere einen Neubau von 1200 bis 1800 Biogasanlagen in Deutschland, davon ein Zehntel in Niedersachsen. In diesem Zusammenhang sprach sich Sander „in der Hochburg für Forschung im gentechnischen Bereich, Göttingen und Einbeck“ deutlich für die Gentechnologie aus: „Wir brauchen Pflanzen, die bei gleicher Menge Wasser und Stickstoff ein Mehr an Biomasse produzieren.“

Die von der Hardegsen C4 Energie GmbH & Co. KG betriebene Anlage wird durchschnittlich 45 Millionen Kilowattstunden Rohbiogas pro Jahr erzeugen. Dazu benötigt sie etwa 40000 Tonnen Substrat, die von 40 landwirtschaftlichen Betrieben aus der Region geliefert werden. Die Eon-Mitte-Tochtergesellschaft Eon Wärme GmbH wird das erzeugte Rohbiogas langfristig kaufen, auf Erdgasqualität aufbereiten und ins allgemeine Gasnetz einspeisen. Das Großprojekt in Hevensen hat 11 Mio. Euro gekostet. Bis 2014 plant die Eon Mitte noch sechs weitere Anlagen.

Ute Lawrenz

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