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Regional Symrise präsentiert Forschungsergebnisse auf Kosmetik-Kongress
Nachrichten Wirtschaft Regional Symrise präsentiert Forschungsergebnisse auf Kosmetik-Kongress
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19:07 12.09.2018
Symrise investiert jährlich 200 Mio. Euro in die Forschung und Entwicklung: Einen Teil erhält der Kosmetikbereich. Quelle: r
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Holzminden

„Die Welt-Elite der Kosmetik-Forschung trifft sich von Dienstag bis Freitag in Unterschleißheim im Landkreis München“, kündigt Symrise-Pressesprecher Bernhard Kott an. Dort findet der Kongress der Internationalen Föderation der Gesellschaften kosmetischer Chemiker (IFSCC) statt. Symrise, so Kott, beteilige sich mit einem Fachvortrag. Acht Forschergruppen des Konzerns präsentierten ihre Ergebnisse auf wissenschaftlichen Postern.

„Aktive Substanzen, die die Haut etwa gegen Sonne, Alterung oder Irritationen schützen, entwickeln wir seit 2003“, sagt Kott. Damals sei Symrise durch die Fusion zweier Holzmindener Duft- und Aromenhersteller entstanden. Um sich vom Wettbewerb abzuheben, hätten sie ihr Sortiment damals um Inhaltsstoffe für die gesunde Ernährung sowie um kosmetische Wirkstoffe auf natürlicher Basis ergänzt. Letztere würden von Kosmetik-Herstellern zu Markenprodukten verarbeitet.

„Symrise investiert jedes Jahr 200 Mio. Euro in Forschung und Entwicklung, von denen ein Teil in den Kosmetikbereich fließt“, führt Kott aus. An die 90 Prozent der Forschung erfolge in Holzminden. Dort würden Master- und Doktorarbeiten geschrieben. Symrise melde jährlich 40 bis 50 Patente an.

Manuel Pesaro, der innerhalb des Symrise-Bereichs „Globale Innovation kosmetischer Inhaltsstoffe“ die mikrobiologische Forschung leitet, wird auf der Konferenz in München über die beruhigenden Eigenschaften des probiotischen Milchsäure-Bakteriums Lactobacillus plantarum Heal19 auf die Haut sowie dessen Wirkung auf die Hautbarriere sprechen. Die vielfältige Lactobacillus-plantarum-Gruppe findet sich auf Früchten und in Milchprodukten. Sie ist zudem Teil des humanen Mikrobioms. Das sind mehrere Kilogramm Bakterien, die der Mensch auf der Haut und in seinem Körper trägt. Das Milchsäure-Bakterium ist Anfang des 20. Jahrhunderts entdeckt worden. Wissenschaftler haben eine Reihe Eigenschaften dieses kleinen Helfers ausfindig gemacht. Seine Wirkung auf die menschliche Haut ist dagegen bislang wenig erforscht. Symrise leistet hierzu einen Beitrag, um Produkte für die natürliche Erhaltung der Hautgesundheit zu entwickeln.

Zusätzlich zu Pesaros Vortrag präsentieren acht Symrise-Forschergruppen ihre Ergebnisse auf wissenschaftlichen Postern. Die Teams kommen aus Holzminden, dem französischen Clichy und dem us-amerikanischen Teterboro. Sie arbeiten mit Universitäten und Kliniken in Philadelphia (USA), Versailles und Nizza (Frankreich) zusammen. Ein Team aus Frankreich berichtet in München über seine Forschungen, wie sich die Wirkung von Duftstoffen länger erhalten und die Hautfeuchtigkeit verbessern lässt.

„Schon die Aufnahme eines solchen Plakats von insgesamt 400 Postern auf dem Kongress ist eine Anerkennung unserer wissenschaftlichen Leistung“, sagt Kott. Auf der Konferenz 2015 sei ein solches Symrise-Poster als beste Präsentation ausgezeichnet worden. Auf einen erneuten Preis hofft Gerhard Schmaus, Vizepräsident des Symrise-Bereichs Globale Innovation kosmetischer Inhaltsstoffe.

Symrise, zu dessen Kunden neben Kosmetik- und Parfümherstellern auch Unternehmen der Lebensmittel-, Getränke- und Pharmaindustrie sowie Produzenten von Nahrungsergänzungsmitteln und Heimtiernahrung gehören, machte im vergangenen Jahr rund drei Mrd. Euro Umsatz. Der Konzern beschäftigt 10.000 Mitarbeiter an 90 Standorten weltweit.

Von Michael Caspar

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