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Regional Symrise vor Sartorius und Ottobock
Nachrichten Wirtschaft Regional Symrise vor Sartorius und Ottobock
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09:37 09.01.2019
Der Aromenhersteller Symrise aus Holzminden rangiert laut Nord/LB an der Spitze der südniedersächsischen Unternehmen – sowohl bei der Wertschöpfung als auch beim Umsatz. Quelle: dpa / Swen Pförtner
Göttingen / Südniedersachsen

Der Duft- und Aromastoff-Hersteller Symrise aus Holzminden war auch im Jahr 2017 das größte Unternehmen Südniedersachsens, gemessen an Umsatz und Wertschöpfung. Dies ergab eine Studie der Norddeutschen Landesbank (Nord/LB). Auch der Göttinger Labor- und Biotechnologie-Zulieferer Sartorius und die Ottobock-Firmengruppe aus Duderstadt sind in den jeweiligen Ranglisten gut platziert.

„Auch wenn die Wirtschaftsleistung einer Region nicht allein an der Wirtschaftskraft der in ihr ansässigen großen Unternehmen gemessen werden kann, so tragen diese dennoch in herausragender Weise zur Bedeutung des Standortes und zur wirtschaftlichen Entwicklung einer Region bei“, heißt es in einem einleitenden Text des „Niedersachsen Reports“ der Nord/LB, welcher die Ergebnisse der Erhebung vorstellt. Aufgelistet sind die 50 größten niedersächsischen Unternehmen nach ihrer Wertschöpfung 2017 sowie die 100 größten niedersächsischen Unternehmen nach ihrem Umsatz 2017. In der Analyse wurden nach Angaben der Nord/LB nur Firmen berücksichtigt, die ihren Hauptsitz entweder in Niedersachsen haben oder die Daten über ihre niedersächsischen Aktivitäten zur Verfügung stellen konnten. Bei der Wertschöpfung berücksichtige die Studie Unternehmen in ihrer Gesamtheit, also gegebenenfalls als Konzerne beziehungsweise Firmengruppen.

Symrise bei Wertschöpfung vor Rossmann

Bei der Wertschöpfung landete die Symrise AG mit knapp über einer Milliarde Euro auf Platz acht (Vorjahr: Platz sechs) und damit noch vor der Drogeriekette Rossmann. Die Sartorius AG (Platz zwölf, Wertschöpfung 678,7 Mio. Euro) und die Ottobock-Firmengruppe (Platz 15, Wertschöpfung 500,4 Mio. Euro – ohne die Ottobock SE & Co. KGaA, die in diesem Ranking weitere 446,7 Mio. Euro verbucht) verloren jeweils einen Rang, stehen aber weiterhin mit beachtlichen Zahlen da. Die Universitätsmedizin Göttingen (402,2 Mio. Euro) verbesserte sich um einen Platz, liegt damit jetzt in den Top 20 und nur noch knapp hinter der Klinikum Region Hannover GmbH, die sie beim Umsatz sogar hinter sich lassen konnte. Die KWS-Gruppe aus Einbeck konnte sich sogar um fünf Ränge verbessern (jetzt Platz 23 / Wertschöpfung 370,2 Mio. Euro).

Bei der Betrachtung nach Umsatz liegt die Symrise AG mit knapp drei Milliarden Euro wie im Vorjahr auf Platz 15. Das Holzmindener Unternehmen beschäftigte dabei im Jahr 2017 insgesamt 9387 Mitarbeiter. Die in Göttingen sitzende Sartorius-Gruppe reiht sich in dieser Liste auf Platz 31 ein (1,404 Milliarden Euro Umsatz, 7501 Mitarbeiter). Die Poco-Domäne-Gruppe mit Sitz in Hardegsen verliert im Vergleich zum Jahr 2016 sechs Plätze und liegt nun hinter Sartorius auf Rang 33 (1,315 Milliarden Euro Umsatz, 7265 Mitarbeiter). Ottobock landet auf Platz 40, wobei auch hier die Firmengruppe mit 1,097 Millarden Euro und die Ottobock SE & Co. KGaA mit 927 Millionen Euro Umsatz separat ausgewiesen wurden. Beide zusammen beschäftigten 2017 etwa 8000 Mitarbeiter.

Universitätsmedizin um acht Plätze verbessert

Weitere Platzierungen aus dem südlichen Niedersachsen erreichte das Saatgut- und Biochemie-Unternehmen KWS aus Einbeck (Platz 41, 1,075 Milliarden Euro Umsatz, knapp 5000 Mitarbeiter), der Getränkegroßhandel Trinks GmbH aus Goslar (Platz 42, 1,044 Milliarden Euro, rund 1200 Mitarbeiter) und die um acht Ränge verbesserte Universitätsmedizin Göttingen (Platz 59, 686,7 Millionen Euro Umsatz, etwa 6000 Mitarbeiter).

Ebenfalls in den Top 100 vertreten sind die Northeimer Thimm-Gruppe (Platz 72, 601 Mio. Euro Umsatz, rund 3000 Mitarbeiter) und die Stiebel Eltron GmbH & CO. KG aus Holzminden (Platz 79, 511 Mio. Euro Umsatz, 3100 Mitarbeiter). Neu in die Liste geschafft haben es die Interpane Glas Industrie AG aus Lauenförde (Platz 99, 370,9 Mio. Euro Umsatz, 1300 Mitarbeiter) und der in Einbeck sitzende Fahrzeugbauer Kayser (Platz 100, 369,6 Mio. Euro Umsatz, 2700 Mitarbeiter).

Der Gesamtumsatz aller 100 in der Liste vertretenen Unternehmen betrug im Jahr 2017 nach Angaben der Nord/LB etwas mehr als 435,8 Milliarden Euro und lag damit rund 24,2 Milliarden Euro höher als ein Jahr zuvor. Die Zahl der Beschäftigten lag demnach 2017 insgesamt bei etwa 1,324 Millionen und somit um gut 21000 höher als noch 2016.

Von Markus Riese

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