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Teldas-Beschäftigte kämpfen um ihre Jobs

Drohende Standortschließung Teldas-Beschäftigte kämpfen um ihre Jobs

Mit Trillerpfeifen und roten Friedhofslichtern demonstrierten gestern 120 der insgesamt 140 Callcenter-Mitarbeiter der Göttinger Teldas Service GmbH gegen die von der Unternehmensleitung angedrohte Schließung ihres Standorts. Hanno Harms, Bereichsleiter Netzkommunikation bei der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft Verdi, spottete über die „Spitzenleistung“ des Managements.

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Nach der Betriebsversammlung: Kundgebung vor dem Tedas-Standort Philip-Reis-Straße mit Verdi-Sekretär Hanno Harms.

Quelle: Heller

Das habe es geschafft, die ehemalige Telekom-Tochter Vivento Costumer Service GmbH innerhalb von elf Monaten nach Übernahme „herunterzuwirtschaften“. Unter lautstarkem Beifall forderte er von der Unternehmensleitung „Zahlen, Daten, Fakten“ zur Geschäftsentwicklung.

„Wir sind zu Verhandlungen bereit, aber wir lassen uns nicht erpressen“, erklärte die Betriebsratsvorsitzende Hilka Wissel. Das Management fordere „drastische Verschlechterungen bei Einkommen, Jahresurlaub und Wochenarbeitszeit“. Dabei habe die Telekom dem Unternehmen für fünf Jahre ein Auftragsvolumen zur Beschäftigung aller Kollegen zugesagt.

Kosten „zu hoch“

„Arbeit ist genug da“, räumte Teldas-Pressesprecher Thiess Johannssen gestern gegenüber dem Tageblatt ein. Die Kosten seien aber „viel zu hoch“. Selbst nach der vom Management geforderten Absenkung würde der Stundenlohn immer noch um 30 Prozent über dem Branchendurchschnitt von 7,50 Euro liegen. Trotzdem wolle das Unternehmen so ab 2013 eine schwarze Null erwirtschaften. Derzeit sei das monatliche Defizit siebenstellig.

Teldas beschäftigt laut Johannssen an den Standorten Gera, Göttingen, Frankfurt (Oder), Leipzig und Rottweil 330 Mitarbeiter. Hinzu kämen Zeitarbeiter. Die Gewerkschaft spricht von insgesamt 400 Kollegen.
In Göttingen sind 92 der 140 Beschäftigten Beamte, die, laut Vertrag, zur Telekom AG zurückkehren könnten.

Von Michael Caspar

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Die Callcenter-Branche hat einen zweifelhaften Ruf. Das kommt nicht von ungefähr. Die Teldas Service Center GmbH will nichts von Schließungsabsichten wissen. In einem internen Papier, das dieser Zeitung vorliegt, droht der Geschäftsführer jedoch genau damit. Wer so mit der Öffentlichkeit umgeht, darf sich über Misstrauen nicht wundern.

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