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19:28 25.04.2017
Heyo K. Kroemer, Oberärztin Claudia Dellas, Thomas Paul und Anja Lipschik (von links)
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Göttingen

Zum ersten Mal würdigt sie mit einem „Vereinbarkeitspreis UMG“ und einem Preisgeld von 1000 Euro das besondere Engagement von Führungskräften für mehr Familienfreundlichkeit.

Die Beschäftigten der UMG selbst können ihre Vorgesetzten für die neue Auszeichung vorschlagen. Für das Jahr 2016 hatten die rund 7700 Beschäftigten der UMG erstmals die Möglichkeit, ihre jeweiligen Vorgesetzten für den „Vereinbarkeitspreis UMG“ zu nominieren.

Eine Jury aus Mitgliedern der Gleichstellungskommission der UMG wählte aus 15 eingegangenen Vorschlägen den Preisträger aus. Die Universitätsmedizin Göttingen ist eine von deutschlandweit bislang erst zwei universitätsmedizinischen Einrichtungen, die persönliches Engagement bei der Gestaltung von familienfreundlichen Arbeitsbedingungen prämiert.

Preisträger der nun erstmals verliehenen Auszeichnung „Vereinbarkeitspreis UMG“ ist Prof. Dr. Thomas Paul, Direktor der Klinik für pädiatrische Kardiologie und Intensivmedizin der UMG. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter seiner Klinik profitieren in Phasen, in denen sie intensiv in familiäre Aufgaben eingebunden sind, von der angebotenen zeitlichen Flexibilität.

Bei Bedarf ist auf unkomplizierte Weise eine Reduzierung der Arbeitszeit sowie die Nutzung verschiedener Arbeitszeitmodelle und von Telearbeit möglich. Die Aufgaben der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden dementsprechend anders verteilt und angepasst. So trägt das gesamte Team in der Klinik zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie bei. Während der Facharztausbildung wird eine ausgewogene Rotation durch die verschiedenen Bereiche organisiert, um zeitgerecht die Facharztreife erlangen zu können.

„Prof. Paul ermöglicht durch diese Maßnahmen planbare Karriereverläufe und verlässliche Arbeitsbedingungen. Sein Engagement kommt damit unmittelbar der Karriereentwicklung besonders von Frauen zugute: So sind in der Klinik für Pädiatrische Kardiologie und Intensivmedizin fünf der neun Oberarztstellen mit Frauen besetzt.

UMG-weit liegt der Anteil von Frauen in Oberarztposition dagegen bei einem Drittel“, sagt Anja Lipschik, Gleichstellungsbeauftragte der UMG. „Die Universitätsmedizin Göttingen möchte die Vereinbarkeit von Beruf und Familie weiter verbessern. Sie ist ein wichtiger Baustein, um die Gleichstellung und eine moderne Unternehmens- und Arbeitskultur zu fördern“, sagt UMG-Vorstandssprecher Prof. Dr. Heyo K. Kroemer. Die Oberärtin in der Klinik für pädiatrische Kardiologie und Intensivmedizin, Claudia Dellas, hatte den ersten Preisträger nominiert. bm

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