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00:17 12.12.2016
Umweltminister Stefan Wenzel (li.) überreicht Niedersachsens ersten Förderbescheid für ein Energieeffizienznetzwerk. Quelle: Harald Wenzel
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Göttingen

„50 Prozent des Energieaufwands lässt sich schlicht einsparen“, sagte Wenzel. Dieses Potenzial hat bereits der Landkreis Göttingen in seinem Klimaschutzplan adressiert, „aber es kostet Geld“, so Kreisrätin Christel Wemheuer (Grüne). Deswegen auch die Förderung für ein Netzwerk, das sich erstmals an Unternehmen richtet. Diese werden sich regelmäßig zu bestimmten Themen austauschen und von Experten beraten, die die Unternehmensabläufe unter dem Aspekt Energieeffizienz betrachten.

Die Mittel des Landes und der EU decken 70 Prozent der Gesamtkosten, 30 Prozent bringt die Energieagentur Region Göttingen auf. Die betreut auch das hiesige Netzwerk mit zwei Personen. Die Gruppe der 16 teilnehmenden Unternehmen kommt aus dem ganzen Kreisgebiet und verschiedenen Branchen - Handwerk, Transport, Gastronomie etc. Gerade das sei ein Vorteil, so Doreen Fragel, Geschäftsführerin der Energieagentur, „denn wir wollen miteinander und voneinander lernen“.

„Wir waren in Sachen Energieeffizienz alle schon auf unterschiedlichen Ebenen aktiv“, beobachtete Andreas Backfisch von Lotta Karotta. Allerdings gerate das Thema im Betriebsalltag leicht in den Hintergrund, ergänzte Carsten Müller vom Presse Grosso Mitte. Da stelle das Netzwerk ein gutes Forum dar. Eine erste Betriebsbegehung habe bereits Defizite aufgezeigt.

Dieselbe Erfahrung hat auch Marc Engelhardt vom Göttinger Bedachungsgeschäft Josef Engelhardt gemacht. Durch die Gespräche im Netzwerk habe man hinterfragt, wie viel Energie eigentlich der dauerbetriebene Druckluftkompressor verbrauche. Das Ergebnis: 95 Prozent der Energie wurde verschwendet. Jetzt wird der Kompressor nur noch angemacht, wenn er benötigt wird.

Netzwerkmanagerin Caroline Werner beobachtet, dass es unter den Betrieben keine Vorbehalte gebe, sondern eine „Offenheit, über die Branchen hinweg zu kommunizieren“. Das Netzwerk weckt Aufmerksamkeit: Energiemanagement-Studenten der Fachhochschule HAWK werden ab dem Sommersemester 2017 die Betriebe besuchen und dort nach weiteren Einsparpotenzialen suchen. Doren Fragel will zudem noch ein weiteres dieser Unternehmensnetzwerke in Südniedersachsen aufbauen - im neuen Kreisgebiet am Harzrand.

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