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Regional Vertreter fordern Rücktritt
Nachrichten Wirtschaft Regional Vertreter fordern Rücktritt
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17:40 25.11.2009
Proteste vor der Volksbank Solling: Erhard Knoke informiert über die Situation. Quelle: CR
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Erst am Tag nach der Wahl des neuen Aufsichts-rats wurde diese Entscheidung bekannt gegeben. Die Mitglieder fühlen sich hintergangen. „Rücktritt oder Abwahl“ des Aufsichtsrats fordern die Vertreter auf einem der Schilder, mit denen sie sich vor der Volksbank postieren, „Kunden verlieren das Vertrauen“, besagt das zweite. „Das ist absolut unerhört“, sagt Unternehmer Heiko Keilholz, empört darüber, dass der Aufsichtsrat die Vertreter bei der Versammlung nicht aufgeklärt habe. Sein Vertrauen sei dahin.
Verärgert über das Verfahren, das die Volksbank insgesamt Geld kosten werde, zeigt sich auch Wilhelm Günther, Landwirt aus Wolbrechtshausen. „Ich fürchte, wir müssen noch einmal nach Eschershausen“, fordert einer eine weitere Vertreterversammlung. „Wir werden verarscht“, schimpft eine Frau daneben.
Kurz vor Beginn der konstituierenden Sitzung des neuen Aufsichtsrats ist die Protestaktion bei der Volksbank angesetzt worden. Hoffnung setzen die Demonstranten in die Neuen im Aufsichtsrat – Heidemarie Steingräber aus Schönhagen als erste Frau im Gremium und Volker Feige aus Fredelsloh.
Verständnislosigkeit
Buhrufe schlagen den vorbeiziehenden Mitgliedern des alten Aufsichtsrates – zehn von zwölf – entgegen. Die von einer Gruppierung gewünschte Vergrößerung des Gremiums auf 17 hatten die Befürworter nicht durchsetzen können. Vor gut 100 Demonstranten verliest der Sprecher der Vertretergruppe, Erhard Knoke, einen offenen Brief der versammelten Vertreter und Mitglieder der Volksbank Solling.
„Wut, Verständnislosigkeit und das Gefühl, hintergangen worden zu sein“, empfänden die Vertreter. „Die Wahlen zum Aufsichtsrat wären mit Sicherheit anders gelaufen“, wenn die Kündigung bekannt gewesen wäre, heißt es weiter. Knoke kritisiert zudem, dass eine so weitreichende Entscheidung mit einem Rumpfgremium von nur sieben Mitgliedern getätigt wurde.
Gerade nach den jüngsten Geschehnissen plädiert der Uslarer Sprecher Horst Johanning noch einmal für eine stärkere Vertretung der Regionen. Auch Vertreter aus Hardegsen sollten im Aufsichtsrat präsent sein. Martin Wagenknecht hatte sich erfolglos für Hardegsen zur Wahl gestellt. „Geschickt eingefädelt“ nennt er das komplizierte Wahlverfahren.
„Das ist eine ganz große Sauerei“, schimpft Dieter Neumann, seit 32 Jahren ist er in der Vertreterversammlung. Seit einem Jahr ist Jan Clement dabei, der junge Mann ist nach dieser kurzen Zeit schon enttäuscht. „Die Abfindung für Reiner Faust bezahlen wir“, stellt der Hardegser Ratspolitiker Michael Selke (FDP)für die 12 000 Mitglieder der Volksbank Solling fest. Und setzt nach: „Ich bin erschüttert.“

Von Ute Lawrenz

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