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Volksbank-Zahlen: „Pechschwarz, nicht knallrot“

Bilanz Volksbank-Zahlen: „Pechschwarz, nicht knallrot“

Der Bilanzgewinn der Volksbank Göttingen hat sich 2008 im Vergleich zum Vorjahr fast gedrittelt. Trotzdem beschloss die Vertreterversammlung, eine Dividende von acht Prozent auszuschütten (573000 Euro). „Wir wollen für gute Laune sorgen“, erklärte der Vorstandsvorsitzende Ralf O. H. Kähler. 

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Vertreterversammlung der Volksbank im Clarion-Hotel: Ralf Kähler informiert die Delegierten über das Geschäftsjahr 2008.

Quelle: Vetter

Die Finanzmarktkrise hat im 112. Geschäftsjahr bei der Volksbank Göttingen Brutto-Aufwendungen von 8,2 Mio. Euro verursacht. Fast der gesamte Wertpapierbestand verlor an Wert, teilte Vorstandschef Kähler der Vertreterversammlung im Clarion-Hotel mit. Er sprach aber von „stichtagsbezogenen, quasi virtuellen Kurswertabschreibungen“ und einem „enormen Wertaufholungspotenzial“. 

3,2 Mio. Euro der Aufwendungen konnte die Bank durch Auflösung von Beteiligungen abdecken. Auf Nachfrage betonte Kähler, dass er „kein Tafelsilber verkauft“, sondern „einen Schatz gehoben“ hätte. Die verbleibenden 4,9 Mio. Euro belasten das Ergebnis. Der Bilanzgewinn beläuft sich auf rund 1,3 Mio. Euro (2007: 3,4 Mio. Euro), das Betriebsergebnis stieg auf 6,4 Mio. Euro. „Pechschwarze Zahlen“ seien das, erklärte der Banker, nicht „knallrote“ wie bei vielen Großbanken. Das Geschäftsvolumen inklusive der Kunden-Depotwerte ging auf 833 Mio. Euro  (-1,9%) zurück. Die Bilanzsumme stieg auf 681 Mio. Euro (+1,1%), was auf die Steigerung des Kundeneinlagenbestandes um 10 Mio. Euro auf 534 Mio. Euro zurückzuführen ist. Das Kundenkreditvolumen verminderte sich auf 376 Mio. Euro    (-3,3%). Die bedeutsamste Ertragsquelle sei der Zinsüberschuss mit 14 Mio. Euro (72% des Rohertrags) gewesen, gefolgt vom Provisionsüberschuss mit 5,5 Mio. Euro (28%), erklärte der Banker. Der Personalaufwand stieg aufgrund von Tariferhöhungen um 300000 Euro. Der Sachaufwand verminderte sich um 200000 Euro. Die Abschreibungen auf Anlagen blieben mit 500000 Euro konstant (Aufwands-Ertrags-Relation: 67,6%).  

„Das laufende Jahr birgt deutlich mehr Chancen als Risiken“, erklärte der Vorstandsvorsitzende. In den ersten drei Monaten habe die Volksbank Kredite in Höhe von 12 Mio. Euro ausgegeben (24% mehr als im Vorjahresquartal). Kähler rechnet für 2009 mit einem ordentlichen Betriebsergebnis von 6,7 Mio. Euro. 

Die Vorstände Kähler und Markus Bludau sowie der Aufsichtsrat unter Vorsitz von Volker Mallison wurden einstimmig entlastet. 

Von Michael Casper

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