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Vorstandsvorsitzender der Volksbank Göttingen geht

Kählers Abschied Vorstandsvorsitzender der Volksbank Göttingen geht

Bevor sich Ralf O. H. Kähler am Montagabend im Best Western Parkhotel Ropeter mit den Worten „It‘s time to say goodbye“ in den Ruhestand verabschiedete, konnte er im Kreis von Geschäftsfreunden, Genossenschaftlern, Kunden, Mitarbeitern und Familie Worte des Lobes genießen.

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Ralf O. H. Kähler, Vorstandsvorsitzender der Volksbank Göttingen.

Quelle: Vetter

Göttingen. Gastgeber und Aufsichtsratsvorsitzender der Volksbank Göttingen, Carl Graf von Hardenberg, ließ 20 Jahre „Vorstands-Kähler“ Revue passieren, sprach von viel Freude und Elan, mit denen der Banker sein Amt geführt habe. „Kunden und Genossen sind zufrieden“, ist sich der AR-Vorsitzende sicher, der anhand von Zahlen die Erfolgsstory Kähler im Bankhaus belegen wollte.

Die Rücklagen habe der scheidende Banker in seiner Zeit um 421 Prozent auf 60 Mio. Euro gesteigert, die Bilanzsumme von 478 auf 707 Mio. Euro erhöht. Trotz kleinerer Mannschaft (1992: 256; 2012: 164 Mitarbeiter) schaffe die Bank heute deutlich mehr. Kähler, so Hardenberg weiter, habe der Bank ein neues Gesicht gegeben.

Mit Kähler gehe eine Ära zu Ende, sagte Michael Bockelmann vor rund 100 geladenen Gästen. Kähler übergebe eine moderne, grundsolide und kundennahe Bank, versicherte der Verbandspräsident und Vorsitzende des Vorstandes des Genossenschaftsverbandes Frankfurt. Kähler habe aus der Volksbank Göttingen eine Marke gemacht.

Er habe Verantwortung übernommen auch für die Region, habe auf fairen Umgang gesetzt und das Haus geführt nach dem Motto: „Wir machen Geschäfte, die wir können, mit Menschen, die wir kennen.“ Als Dank für „großartige Arbeit“ überreichte Bockelmann den „Ehrenbrief des Genossenschaftsverbandes“.

Aus dem „Schatzkästchen“ wollte Vorstandskollege Markus Bludau ein wenig plaudern. Er berichtete über einen Mann, der verlässlich ist, gediegen, stolz und weltoffen, ein Hanseat halt, durch und durch. Bei dem gebürtigen Bremerhavener Kähler zähle der Handschlag, er sei berechenbar und setze nicht auf jede Sau, die durchs Dorf rennt“. Trotzdem riskiere Kähler auch etwas, wenn er seiner Sache sicher sei. Bludau plauderte aus Vorstandssitzungen: „Wenn wir kein Risiko eingehen wollen, dann kann auch mein Dackel Felix den Job übernehmen.“

Kähler verabschiedete sich mit wenigen Worten („Sonst weiß man ja gar nicht, dass ich da war“). Er gab seinen Nachfolgern Bludau und Hans-Christian Reuß den Tipp, der Pflege und Wertschätzung der Mannschaft große Bedeutung beizumessen, „ohne aus dem Geschäftsbetrieb eine Wellness-Oase zu machen“.

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Interview mit Ralf O. H. Kähler

Nach 20 Jahren im Vorstand der Volksbank Göttingen tritt Ralf O. H. Kähler am 31. Dezember 2012 in den Ruhestand. Mit dem 63-jährigen Banker aus Leidenschaft sprach Hanne-Dore Schumacher.

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