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Regional Wachstum am neuen Standort
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00:19 14.09.2017
Inhaber der Mayer Feintechnik GmbH Frank Neuschulz und Werksleiter Gunther Lembke in der Produktion. Quelle: Foto: Marks
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Göttingen

Die FN Immobilien GmbH & Co. KG und die Mayer Feintechnik GmbH investieren 6,1 Millionen Euro in neuen Firmenstandort in Göttingen. Dort soll die Produktion nicht nur zentralisiert sondern auch modernisiert werden. „Ausschlaggebend für diesen Schritt sind die hohen Wachstumsziele unserer Kunden sowie die positiven Aussichten für Systemlieferanten“, sagt Inhaber beider Firmen Frank Neuschulz.

Seit mehr als 50 Jahren ist Mayer Feintechnik ein Zulieferer von hochpräzisen mechanischen Dreh- und Frästeilen, sowie mechanischen Baugruppen, Komponenten oder Systemen. An den drei Standorten in Göttingen arbeiten derzeit rund hundert Mitarbeiter für die Mayer Feintechnik GmbH. Die Fertigung auf modernsten CNC-Dreh- und Fräsmaschinen läuft hochautomatisiert in einem 3-Schichtsystem. Die Kunden kommen im Wesentlichen aus den Branchen der Lasertechnik, Medizintechnik, optische Industrie, Messtechnik, Pharmaindustrie, Lebensmittelindustrie und dem allgemeinen Maschinen- und Anlagenbau.

Auf rund 17000 Quadratmetern soll an der Marie-Curie-Straße 1 eine nagelneue Halle entstehen, in der die Mayer Feintechnik künftig ihre Produktion konzentrieren möchte. „Der Zeitpunkt dafür ist günstig“, so Neuschulz. Die Pachtverträge von zwei Standorten in Göttingen laufen aus. Diese Standorte werden anschließend nicht mehr weiterbetrieben. Der Standort an der Ernst-Ruhstrat-Straße soll erhalten bleiben für spezielle Fertigung, so Neuschulz. Die Fertigstellung des Neubaus ist für Juni 2018 geplant. Als Generalunternehmer wurde der Generalunternehmer Goldbeck Nord beauftragt.

„Mit dem Neubau legen wir den Grundstein für mehr Wachstum“, erläutert Neuschulz. Die freien Produktionskapazität in der Fläche würden dem Unternehmen in Zukunft deutlich mehr Potenzial für Umsatzsteigerung bieten. Die Aussichten dafür seien gut. „Wir wachsen weiter rasant mit unseren Kunden“, betont Neuschulz. In diesem Zusammenhang kündigte der Unternehmer an, in den kommenden Jahren neue Arbeitsplätze zu schaffen. „Langfristig sollen am neuen Firmenstandort neue hoch qualifizierte Arbeitsplätze in der Fertigung, der Entwicklung und Konstruktion und in der Reinraummontage entstehen“, so Neuschulz. Die eigene Ausbildung junger Facharbeiter soll weiter ausgebaut werden, um langfristig den Bedarf an Zerspanungsmechanikern und anderen Berufsfeldern der Feinmechanik sicherzustellen. Neuschulz rechnet mit bis zu 40 neuen Stellen, die neu geschaffen werden könnten. Der Firmenstandort Göttingen scheint Neuschluz für sein Vorhaben ideal. „Hier gibt es zahlreiche spannende Firmen und eine interessante Star-up-Szene – und das mitten in Deutschland“, sagt Neuschulz.

Geschäft von Wettbewerbern übernommen

Der Göttinger Frank Neuschulz ist Unternehmer durch und durch. Kurz vor der Wende, im Jahr 1991 suchte der in Thüringen aufgewachsene in Göttingen eine neue Zukunft. Diese fand er bei der damaligen Firma Lambda Physik, die später in Coherent aufgegangen ist. Im Jahr 2004 machte er seinen Traum wahr und wurde Unternehmer. Er übernahm die Mayer Feintechnik GmbH vom Unternehmer Klaus Mayer, dessen Vater das Unternehmen 1951 gegründet hatte. „Damals machte die Firma rund zwei Millionen Euro Umsatz und die Unternehmensnachfolge war nicht geklärt“, erklärte Neuschulz. Nach dem Einstieg von Neuschulz mauserte sich die Firma schnell zu einem Spezialanbieter. Der Umsatz stieg schnell mit zweistelligen Steigerungsraten. „Wir haben auch davon profitiert, dass einige unserer Wettbewerber am Markt nicht überlebt haben, da konnten wir deren Geschäft, Maschinen und Mitarbeiter auffangen“, erzählt Neuschulz. 2008 wurde zum Beispiel der Betrieb erweitert, als die Göttinger Firma Bode Feinmechanik Insolvenz anmelden musste. Mayer durfte damals das Geschäft des Unternehmens weiterführen. Mit Erfolg: „Wir konnten über die Jahre viele Mitarbeiter, die damals bei Bode gehen mussten, wieder einstellen“, erzählt Neuschulz. Die Geschäfte liefen im Anschluss so gut, dass auch im Jahr 2012 das Werk erneut erweitert werden musste. Heute liegt der Jahresumsatz bei rund 17 Millionen Euro.

Von Bernard Marks

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