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Regional Zufriedene Aktionäre bei Sartorius AG in Göttingen
Nachrichten Wirtschaft Regional Zufriedene Aktionäre bei Sartorius AG in Göttingen
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19:00 18.04.2013
Hauptversammlung der Sartorius AG: Konzernchef Joachim Kreuzburg informiert 350 Aktionäre sowie Aktionärsvertreter in der Lokhalle. Quelle: Hinzmann
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Göttingen

Außerdem informierte er über Millioneninvestitionen an Standorten im In- und Ausland, Mitarbeiterzuwachs weltweit und kündigte bis 2020 einen Umsatz von 2 Mrd. Euro an.

Alle Vorschläge der Verwaltung wurden mit Mehrheit genehmigt, so auch die Verwendung des Gewinns. Beschlossen wurde die Ausschüttung einer Dividende in Höhe von 0,96 je Vorzugsaktie (Vorjahr: 0,82 Euro) und 0,94 Euro je (stimmberechtigte) Stammaktie (0,80 Euro). Entsprechend erhöhte sich die Ausschüttungssumme gegenüber dem Vorjahr um 17,3 Prozent auf 16,2 Mio. Euro. Der Börsenwert der AG liegt bei 1,5 Mrd. Euro.

Wachstumsstrategie des Unternehmens

Aktionäre und Vertreter der Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger (SdK) sowie der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) regten eine erhöhte Ausschüttungsquote an. Von 40 und 50 Prozent war die Rede. Kreuzburg verteidigte die Entscheidung der Ausschüttungsquote von 26 Prozent (Vorjahr 27%) und begründete dies mit der Wachstumsstrategie des Unternehmens.

Eine Ausschütungsquote von 50 Prozent sei ein „ganz großer Fehler“, stellte der Vorstandsvorsitzende klar und sprach sich für „intelligente Reinvestierung des Gewinns“ aus. 21 Prozent Frauen gebe es in der ersten und zweiten Führungsebene im Konzern, antwortete Kreuzburg auf eine Aktionärsanfrage. In Frankreich, den USA und in Russland arbeiteten Frauen an der Spitze der Organisation.

Verpflegung der Aktionäre

Andere Anfragen drehten sich um weniger aufregende Themen wie gesündere Verpflegung der Aktionäre (mehr Obst und Vollkornprodukte) und die ausreichende Bestuhlung im Cateringbereich. Der Göttinger Aktionär Bernhard Kunze dankte der Gesellschaft für Speis und Trank.

Die Hauptversammlung entlastete Vorstand und Aufsichtsrat mit großer Mehrheit. Für das laufende Geschäftsjahr kündigte Kreuzburg weitere Investitionen an, berichtete über den möglichen Verkauf der Sparte Industriewaagen (600 Beschäftigte),  vielleicht schon in den kommenden Wochen. Man suche einen guten Eigentümer. Aber auch der Preis müsse stimmen, stellte Kreuzburg klar.

▶ Kommentar: Optimale Verhältnisse

Wenn man weiter keine Sorgen hat, als fehlende Vollkornbrötchen, Obst und Gemüse auf dem kalt-warmen Büffet und zu wenige Sitzgelegenheiten im Gastronomie-Bereich für die älteren Aktionäre, dann sollte man nicht klagen. Die Stimmung war so gut, dass die Teilhaber Vorstand, Aufsichtsrat und Mitarbeiter in Versform huldigten, Gedichte über den Erfolg der Sartorius AG verfassten und, wie es Aktionärin Beate Sander tat, vor versammelter Mannschaft verlasen.

Reichlich Applaus erhielt die 76-Jährige aus Ulm für ihren lyrischen Beitrag. Und in der Tat: die Aktionäre, angereist aus der ganze Republik, scheinen sorglos glücklich. Sie erhalten das vierte Mal in Folge eine erhöhte Dividende. Auch wenn hie und da die Erhöhung der Ausschüttungsquote angemahnt wurde, so wird der Finanzierung der Wachstumsstrategie doch Vorrang gegeben.

Weitsichtige Aktionäre also, über die sich Vorstand und Aufsichtsrat nur freuen können. Ein optimales Miteinander.

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